AZ-Kommentar Kampf der Homophobie: Mit Überzeugung

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Konsequenzen aus der Studie "Schulklimabefragung 2018“. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

AZ-Lokalchef Felix Müller über die Konsequenzen aus der Studie "Schulklimabefragung 2018“.

 

Wenn eine Kanzlerin ein Flüchtlingsheim besucht und mit den Bewohnern spricht, ein Ministerpräsident in eine Moschee kommt (in beiden Fällen: oder eben lange Zeit nicht), hat das eine große Symbolik. So wie beim Münchner CSD, der von einem OB angeführt wird, der das Rathaus für eine große Party öffnet. Das war, als Christian Ude diese Traditionen begründete, eine große Geste. Und ist auch heute noch sehr richtig. Die Stadt zeigt gegenüber der großen Münchner Community Selbstverständlichkeit, aber auch Solidarität.

Die Stadt braucht das Bewusstsein, dass es ein Problem gibt

Das reicht aber natürlich nicht. Die Zahlen aus den Schulen lassen erahnen, wie schwer der Alltag auch hier oft noch für schwule und lesbische Jugendliche ist. Der Freistaat muss das aufgreifen, wenn es um Lehrpläne und die Lehrerausbildung geht. Aber auch die Stadt braucht das Bewusstsein, dass es hier ein Problem gibt. Um sich ihm zu aktiver zu stellen. Mit Projekten, Beratungsmöglichkeiten, Kampagnen. Und: mit Überzeugung.

 

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