AZ-Kommentar Hochhäuser in München: Mehr Mut zur Höhe

So soll der Turm am Starnberger Flügelbahnhof aussehen. Foto: Auer + Weber

Der Vize-Chefredakteur Thomas Müller über eine Stadt, die nach Höherem strebt.

 

München wächst, platzt mittlerweile aus alle Nähten – kein Wunder, dass die Stadt baulich nach Höherem strebt. Eher ein Wunder ist es, dass die Stadt 24 Jahre gebraucht hat, eine neue Hochhausstudie zu erstellen. Und dabei mit der Erkenntnis protzt, "das Stadtbild wieder in den Fokus der Betrachtung" zu rücken. Was stadtplanerisch ja nie eine ganz so schlechte Idee ist.

Aber im Ernst: Klar, dass die Stadt nach oben streben muss. Die Bindewirkung des 2004er-Entscheids ist längst abgelaufen – und das 99-Meter-Dogma längst von der Realität überholt. Klar ist auch, dass sie festlegen muss, wo Hochhäuser grundsätzlich entstehen können oder wo eine Höherentwicklung sinnvoll ist.

Der geplante Büroturm am Hauptbahnhof, nur so als Beispiel, ist wenig sinnvoll und weckt innerstädtisch bloß weitere Begehrlichkeiten. Viel offensiver sollte dagegen das Thema Wohnhochhäuser angegangen werden. Hier ist mehr Mut gefragt, wenn die Stadt – zu Recht – nach Höherem strebt.

 

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