AZ-Kommentar Für die Bayern-Basketballer war es ein verlorenes Jahr

Das Aus der Bayern-Basketballer kommt wenig überraschend, kommentiert Reporter Julian Buhl. Foto: imago images/BBL-Foto, AZ

Der Bayern-Reporter Julian Buhl über das Ausscheiden der Basketballer beim Meisterturnier.

 

München - Nachdem die Bayern-Basketballer die Bundesliga vor der Corona-Zwangspause noch nach Belieben dominiert hatten, ist der Traum vom Meisterschaftshattrick nun also schon im Playoff-Viertelfinale geplatzt. Wirklich überraschend kommt das nach den wenig überzeugenden Auftritten des als Topfavorit ins Geisterturnier gestarteten Titelverteidigers allerdings nicht mehr.

Denn die Probleme der Bayern wurden dabei allzu offensichtlich. Andere Teams kamen mit den ungewohnten Umständen deutlich schneller und besser zurecht. Der FCBB tat sich in eigener Halle ohne Zuschauer dagegen schwer. Und konnte die Abwesenheit seiner Topscorer Nihad Djedovic (Knieverletzung) und Greg Monroe (private Gründe) nicht kompensieren. Zwei derart wichtige Spieler zu ersetzen, würde jedem Team schwerfallen. Und doch wird dadurch die fehlende qualitative Kadertiefe schonungslos offengelegt. 

Die Mannschaft stagniert in ihrer Entwicklung

In der Euroleague war das schon länger zu beobachten, wo die Bayern ihre hohen Ziele krachend verpasst haben – was schon im Januar auch zur Entlassung von Trainer Dejan Radonjic führte. Anstatt zu den Topteams aufzuschließen, fand man sich beim Abbruch auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.

Dabei hat Geschäftsführer Marko Pesic als Ziel formuliert, spätestens ab der Eröffnung des SAP Gardens mit dem FCBB zu den festen Playoff-Kandidaten der Königsklasse gehören zu wollen. Gut für ihn und die Bayern, dass die Fertigstellung der Halle von 2021 um ein Jahr nach hinten verschoben wurde.

Denn in der aktuellen Saison hat die Entwicklung der Mannschaft stagniert. Ein verlorenes Jahr für die Bayern. Zumal – mit Ausnahme von Monroe – die meisten Neuzugänge die Erwartungen nicht erfüllten.

Josh Huestis und DeMarcus Nelson sind längst wieder weg, Monroe wird wohl nicht zurückkommen. Die Mannschaft wird zur neuen Saison also zwangsläufig ein neues Gesicht und möglicherweise auch einen neuen Headcoach bekommen müssen, um in der Euroleague wieder angreifen sowie in der Bundesliga den Meistertitel zurückholen zu können. In Zeiten der Corona-Krise alles andere als einfache Aufgaben für die Verantwortlichen.

 

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