AZ-Kommentar Freizeit in Corona-Zeiten: Noch Abklärungsbedarf

Vize-Chefredakteur Thomas Müller über Freizeit in Corona-Zeiten. Foto: dpa/AZ

Vize-Chefredakteur Thomas Müller über Freizeit in Corona-Zeiten.

 

Dürfen wir nun – oder dürfen wir nicht? Dürfen wir rausfahren ins Um- und Oberland zum Spazierengehen? Eine Frage, in der sich Polizei und Innenministerium offenbar noch nicht so ganz einig sind.

Anders das Innenministerium. Auf die Frage, "bleiben Sport, Spazierengehen und Bergwandern erlaubt?, heißt es: "Ja. Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind gestattet.“ Freilich nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands, ohne jede sonstige Gruppenbildung. Lediglich empfohlen wird, das Nach-draußen-Gehen in der "unmittelbaren näheren Umgebung durchzuführen“.

Es herrscht noch Abklärungsbedarf

Hier ein striktes Verbot, dort eine Empfehlung – offensichtlich herrscht noch einiger Abklärungsbedarf.

Interessant zu sehen wird auch sein, wie sich das Nach-draußen-Gehen der Münchner – verständlich, um den in der Regel viel zu kleinen Wohnungen wenigstens für kurze Augenblicke zu entfliehen – in ausschließlich unmittelbarer, näherer Umgebung, etwa am Flaucher, im Olympiapark etc., ohne Gruppenbildung bewerkstelligen lässt.

Und interessant zu sehen wird auch sein, wie lange die Verbannung der "Corona-Münchner“ durch die Bürgermeister aus dem Tegernseer Tal anhalten wird. Nach der Krise, wenn Gastro und Einzelhandel wieder öffnen dürfen, sind wir sicher schnell wieder willkommen. Wetten?

 

15 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading