AZ-Kommentar Energie-Pläne der EU: Nicht energisch genug

AZ- Brüssel-Korrespondent Detlef Drewes über die Energie-Pläne der EU. Foto: dpa

AZ- Brüssel-Korrespondent Detlef Drewes über die Energie-Pläne der EU.

 

Die Hoffnung auf eine Energiewende nach deutschem Vorbild bleibt unerfüllt. Das Paket der EU-Kommission scheint mehr der Versuch zu sein, das eigentlich Unmögliche doch noch irgendwie zusammenzufassen.

Doch wie verordnet man einer Gemeinschaft, die zerrissen ist zwischen Frankreich mit einem hohen Anteil an Kernkraft und Polen mit einer fast 90-prozentigen Abhängigkeit von Kohle, einen gemeinschaftlichen Kurs?

Klares Bekenntnis der Kommission fehlt

Das Ergebnis ist unbefriedigend, weil es keine klare rote Linie erkennen lässt. Es umfasst alles: Rücksicht auf Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen und eine Garantie für Windräder, Sonnenkollektoren und Wasserkraft. Das wird in einen Topf gerührt, aus dem eine gesicherte Energieversorgung bei Erreichen der Klimaschutzziele herauskommen soll. Es erscheint illusorisch.

Die Kommission hätte sich mit einem klaren Bekenntnis zur erneuerbaren Energie einen Gefallen getan und den Mitgliedstaaten eine Richtung gewiesen, wohin Europa nicht nur will, sondern gehen muss.

 

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