AZ-Kommentar Aufstocken gegen Wohnungsnot: Träge und unmotiviert

Das Rathaus muss städtische Wohnungsgesellschaften mehr pushen, findet Emily Engels. Foto: Gewofag/AZ-Montage

AZ-Rathausreporterin Emily Engels über Aufstocken gegen Wohnungsnot.

 

München - Wo Baugrund rar und teuer ist, scheint Aufstockung zunächst eine einfache und schnelle Lösung zu sein. Dass es aber nicht ganz so einfach geht, wie es sich die CSU-Fraktion in ihrem Antrag vorstellt, nämlich, dass allein durch Aufstockung in München Wohnraum für 100.000 Menschen geschaffen werden kann, war vorhersehbar.

Mehr Hochhäuser, mehr Wohnungen in München!?

Schließlich ist nicht jedes Gebäude geeignet. Aber dass die GWG lediglich von 500 Wohnungen ausgeht, die sie durch Aufstockung schaffen kann? Enttäuschend. Noch lahmer reagiert die Gewofag. Hier heißt es nur, man untersuche die Option bei Bestandssanierungen immer mit. Konkrete Zahlen oder Vorhaben? Fehlanzeige.

So ein behäbiges Vorgehen kann sich eine teure und volle Stadt nicht leisten. Wenn die städtischen Wohnungsgesellschaften so träge agieren, muss das Rathaus sie eben pushen. Deutlich mehr Motivation, bitte!

 

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