AZ-Kolumne von Anna Kraft Die Bayern und der Fußballgott

Anna Kraft über das Spiel Bayern gegen den BVB und die Launen des Fußballgotts. Foto: az/dpa

Anna Kraft, die TV-Moderatorin von „Bundesliga aktuell“ über die Lage der Liga. Diesmal: Die Situation der Bayern, das Spiel gegen den BVB und die Launen des Fußballgottes.

 

Mia san ausgerutscht, schadenfrohte es durch die sozialen Netzwerke! Tatsächlich. Der FC Bayern hat sich ausgerechnet gegen den Erzfeind aus Dortmund auf dem Weg zum Triple langgemacht. Null Elfer, null Triple. Mit Arjen Robben und Robert Lewandowski wurde das Lazarett zum ungünstigsten Zeitpunkt nochmals aufgestockt. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man behaupten: Bayern braucht einen Arzt. Spaß!

Der Fußballgott wollte dem BVB nach einer zerstörten Hinrunde einen ausgeben, und so erhält sich Jürgen Klopp die Aussicht auf eine Lkw-Runde um den Borsig-Platz. Und die Bayern? Nicht der frühste Meister, aber ein früher Meister. Die nationale Konkurrenz dominiert, bis auf vier Elfmeter. Die Situation ist nun durchaus wieder vergleichbar mit der nach dem Porto-Hinspiel. Die Fragen werden unangenehmer, der Druck größer. Wie hochwertig eine Saison ist, entscheidet in München am Ende die Champions League. Leverkusen ist bestenfalls aktive Erholung, der Fokus gilt Barcelona. Und, Stand heute, auch Verletzungsstand heute, gehen die Roten nicht als Favorit in dieses Spiel. Nicht, dass es bei kompletter Belegschaft anders gewesen wäre.

Barcelona scheint im Moment der Gradmesser im europäischen Fußball zu sein. Dem man so gerne zeigen würde, dass Blaugrana in diesem Eliten-Universum nicht alleine ist. Jetzt sind sie Außenseiter, Herausforderer. Aber das ist nicht automatisch eine Position der Schwäche. Dortmund hat es gerade in München vorgemacht. Unter Mithilfe des Fußballgotts.

Das Mia san Mia gibt es also ab sofort in der Version Mia san Außenseiter. Wie ist der Fußballgott eigentlich so auf die Bayern zu sprechen?

 

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