AZ-Kletterserie, Teil 1: Thailand am Rande Münchens

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AZ-Serie Teil 1: Das Kletterzentrum in Gilching begeistert Cracks und Anfänger

 

München - Grüne Felder und Wiesen umsäumen einen roten, kantigen Bau. Hier in der Frühlingstraße in Gilching, ein kleiner Ort am Rande von München. Die höchsten Erhebungen bilden Einfamilienhäuser und deren Schornsteine. Und alte, mächtige Bäume, die in den Gärten stehen und seit vielen Jahren gen Himmel ragen. Felswände oder gar so etwas wie Berge sind weit und breit nicht zu sehen. Doch nur ein paar Meter entfernt erstreckt sich ein kleines Eldorado für Freikletterer. Denn der rote, kantige Bau ist keine Lagerhalle, wie man auf den ersten Blick meinen könnte, sondern ein DAV-Kletterzentrum – mit zahlreichen Möglichkeiten, sich sportlich auszutoben.


„Wir haben wirklich für jeden etwas dabei”, sagt Dominic Berger, der Betriebsleiter des Kletterzentrums. „Familien haben hier bei uns jede Menge Spaß, genauso wie absolute Anfänger und absolute Cracks.” Die Cracks hängen dann auch schon mal gerne an einem großen, grauen Zapfen im Außenbereich, der dem berühmten Fels an der Railay Beach in Thailand nachempfunden ist.


Ebenfalls sehr reizvoll und anspruchsvoll sind nicht weit davon die Boulderblöcke, die denen im Fontainebleau in Frankreich gleichen. Im Innern und auf der Rückseite der hochalpinen Lagerhalle ziehen sich künstliche Felswände, die bis zu 12,5 Meter hoch sind. Auf dem 3600 qm großen Grundstück schuf die DAV-Sektion München eine Kletterhalle mit einer Gesamtkletterfläche von rund 2350 qm – davon 1500 qm Indoor und 750 qm Outdoor sowie 100 qm in Form einer großen Boulderwand.


Jedoch nicht nur die künstlichen Bergwelten haben einiges zu bieten. Ein Hingucker ist auch die Halle selbst, die um 4,5 Meter ins Erdreich vertieft gebaut wurde. Über eine Brücke gelangt man in den Indoor-Bereich zu einer zentralen, kleinen Insel - mit Empfang, Bistro, Ausrüstungsverleih und Info-Theke.


Von dort bekommt man einen guten Überblick: Neben den Kletterwänden gibt es Boulderräume, einen Spiel- und Kletterbereich für Kinder, eine komfortable Umkleide sowie einen Versammlungsraum (100 Plätze) für Seminare. Und wer vom Klettern genug hat, kann auf der Slackline seine Finger, Arme und Beine schonen und etwas balancieren. Bis 23 Uhr! Dann schließt die hochalpine Lagerhalle in der Frühlingstraße in Gilching.

 

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