AZ-Interview mit Haching-Stürmer Stephan Hain: "Aufstieg? Ich würde mich nicht wehren"

Steht bei 70 Pflichtspieltoren für die SpVgg Unterhaching: Stephan Hain. Foto: Rau’steiner/A’klick

Haching-Stürmer Stephan Hain spricht mit der AZ über sein Comeback und die Saisonziele.

 

München - Der 30-jährige Stephan Hain stürmt seit 2016 für die SpVgg. Nach einem Syndesmosebandriss ist er Anfang September in den Kader zurückgekehrt.

AZ: Herr Hain, nach langer Verletzung stehen Sie endlich wieder mit der Mannschaft auf dem Platz. Ein tolles Gefühl, oder?
STEPHAN HAIN: Das kann man wohl sagen. Es fühlt sich super an, wieder bei den Jungs zu sein, mit ihnen zu trainieren – und vor allem auch auf dem Platz mithelfen zu können.

Hain: "Es tut weh, wenn man zum Zuschauen verdammt ist"

Dabei dürfte für Sie der Saisonbeginn auf der Tribüne noch ganz angenehm gewesen sein, im Vergleich zu den letzten Spielen der Vorsaison, als Sie auch schon verletzt fehlten.
Auf der Tribüne ist es natürlich nie angenehm, aber ja, letzte Saison war es zum Schluss raus schon recht brenzlig. Wenn die Mannschaft im Abstiegskampf ist, tut es schon weh, wenn man zum Zuschauen verdammt ist. In dieser Saison ist es fast schon das andere Extrem. Wir sind gut gestartet, aber da möchte man natürlich auch gerne mitmachen. (lacht)

Der gute Start der Hachinger liegt auch daran, dass der Kader viel breiter aufgestellt ist als im Vorjahr – auch auf Ihrer, der Stürmerposition.
Das stimmt. Aber das ist auch gut so. Dadurch sind wir noch flexibler. Und, ganz ehrlich, der Konkurrenzkampf im Team bringt einen selbst ja auch weiter.

Hain: "Jeder macht sich Gedanken über die Zeit danach"

Damit ist nun aber auch ihr Status als Mr. Unverzichtbar gefährdet.
Ach, diesen Status, den habe ich nie so wahrgenommen. Es freut mich, wenn die Mannschaft insgesamt noch besser ist.

Sie sind nun 30 Jahre alt, waren fünf Monate verletzt, denkt man in so einer Zeit auch schon mal an das, was nach der Karriere kommt?
Grundsätzlich macht sich jeder Gedanken über die Zeit danach, egal ob man verletzt oder fit ist. Ich habe aber meinen Vertrag erst bis 2023 verlängert. Wenn es der Körper mitmacht, dann will ich auch bis dahin auf möglichst hohem Niveau Fußball spielen. Dann wäre ich fast 35 – dann schauen wir weiter.

Schauen wir erstmal auf Montag: Da könnten Sie im Spiel gegen die kriselnden Chemnitzer wieder in der Startelf stehen. Welche Erwartungen haben Sie an diese Partie?
Auf dem Papier schaut es für uns gerade etwas besser aus als für Chemnitz. Aber in dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Es wird ein schweres Spiel.

Hain: "Gegen den Aufstieg würden wir uns nicht wehren"

Und welche Ziele gibt es für die Saison? Aufstieg?
Mei, wehren würden wir uns nicht, wenn’s so kommt. Aber die Vorsaison hat gezeigt, wie schnell es auch andersrum laufen kann. Wir wissen um unsere Stärken, aber wir wissen auch, dass in dieser Liga alles möglich ist – in beide Richtungen.

Neben den Derbys in der Liga gegen die Zweite der Bayern und den TSV 1860 steht nun auch im Toto-Pokal ein Derby an: Es geht wieder gegen die Löwen, gibt’s da ein paar Sticheleien gen Ex-Klub?
Nicht von meiner Seite. Ein brisantes Los, aber das wird sicher ein tolles Spiel, so wie die Liga-Derbys auch.

Blicken wir doch nochmal auf Ihr Vertragsende: Wo sieht sich Stefan Hain 2023?
In Unterhaching und in der 2. Liga.

Lesen Sie hier: TSV 1860: - Pokalkracher gegen Unterhaching live im TV!

 

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