AZ-Interview Bayern-Basketballer Alex King: "Wir sind in einer Achterbahn"

King (l.): "Wir müssen beweisen, dass wir in der Euroleague mithalten können." Foto: R’st./AK

Im AZ-Interview erklärt Alex King, Rekordspieler der BBL, die zuletzt schwankende Leistung der Bayern-Basketballer und erklärt: "Wir müssen beweisen, dass wir in der Euroleague mithalten können."

 

AZ: Herr King, inwieweit konnten Sie die 56:82-Niederlage, die Sie mit den Bayern-Basketballern am Freitag in Valencia kassiert haben, mit dem 91:79 am Sonntag gegen Bayreuth verarbeiten?
Alex King:
Man muss immer nach vorne schauen. Aber das sitzt natürlich schon tief. Wir hatten vor, auswärts in Valencia zu gewinnen. In der Euroleague ist es wichtig, einen guten Start hinzulegen. Wenn die Zuschauer reinkommen und die Heimmannschaft in den Flow kommt, dann wird es schwierig. Wir müssen versuchen, auch auswärts die Energie und Lösungen zu finden.

In Valencia kam Bayern nur auf 56 Punkte. Woran hakt es in der Offensive?
Wir müssen unsere Systeme konsequent durchziehen, gute Blöcke setzen, gute Cuts laufen, alle an einem Strang ziehen. Wenn wir da einen besseren Fluss haben, klappt es auch in der Offensive. Wir müssen das umsetzen, was unser Trainerstab uns an die Hand gibt. Unsere erste Option ist, zu verteidigen. Aber es ist natürlich auch wichtig, dass unsere Spieler in der Offensive scoren. Greg, Maodo, Danilo, Paul, Lucco (Monroe, Barthel, Zipser, Lucic; d. Red.) sind da wichtige Spieler für uns. Wir müssen uns auf beiden Seiten des Feldes gegenseitig helfen.

Kings Ziel: Die Schwächen der griechischen Mannschaften finden

Am Dienstag spielt Bayern in der Euroleague gegen Olympiakos, am Freitag gegen Panathinaikos (jeweils 20.30 Uhr/Magenta Sport). Sehen Sie das als Chance zur Wiedergutmachung?
Unser Ziel war es eigentlich schon vor Valencia, alle Spiele in den nächsten zehn Tagen zu gewinnen. Gegen Mannschaften, die schlagbar sind, müssen wir einfach auch gewinnen. In Valencia haben wir das nicht geschafft. Jetzt haben wir wieder zwei Heimspiele gegen Olympiakos und Panathinaikos. Da müssen wir uns – und unseren Zuschauern – beweisen, dass wir in der Euroleague mithalten können. Wenn wir von Anfang an konzentriert spielen, können wir auch große Teams und die, die um die Playoffplätze kämpfen, schlagen. Panathinaikos hat gerade zuhause in der Verlängerung gegen Alba Berlin verloren und nun seinen Trainer gewechselt. Deshalb sind die jetzt natürlich hochmotiviert, aber das sollte uns eigentlich egal sein. Wir müssen die Schwächen von Olympiakos und Panathinaikos suchen – und bestrafen.

Wie sind die großen Schwankungen in dieser Saison bislang zu erklären?
Nach dem Spiel gegen Valencia habe ich gesagt: Wir sind in einer Achterbahn. Wir gewinnen gegen Real, dann verlieren wir wieder in Vitoria. Wie Marko (Pesic; d. Red.) immer gerne sagt: Die Euroleague ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Aber für uns Spieler ist es natürlich trotzdem enttäuschend, wenn wir so gute Spiele gegen Topmannschaften abliefern und dann auf einmal wieder gegen Teams verlieren, die wir eigentlich hätten schlagen können. Das tut uns natürlich weh. Vor allem, wenn wir dann solche Klatschen wie in Valencia mit 26 Punkten oder in Vitoria mit 33 bekommen. Diese Enttäuschungen müssen wir schnell abhaken.

 

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