AZ-Interview Bald-Papa Neureuther: "Ich bin so aufgeregt!"

"Kinder liegen mir einfach schon immer sehr am Herzen", sagt Felix Neureuther, der ein Kinderbuch veröffentlicht hat. Foto: dpa/privat

Der deutsche Ski-Superstar und seine Freundin, die einstige Top-Biathletin Miriam Gössner, werden in diesen Tagen Eltern. "Es ist das größte Glück auf Erden, aber so ganz entspannt bin ich nicht"

 

Der 33 Jahre alte Ski-Superstar, Vizeweltmeister im Slalom 2013, erwartet zusammen mit das erste Kind.

AZ: Herr Neureuther, Ihre erste Vaterschaft ist wohl nur noch eine Frage von Tagen. Wie heiß sind die glühenden Kohlen, auf denen Sie gerade hocken?
FELIX NEUREUTHER: Schon ganz schön heiß. Es ist zwar das größte Glück auf Erden, Vater zu werden, aber so ganz entspannt bin ich momentan nicht. Das Baby könnte theoretisch jederzeit kommen. Deshalb habe ich das Handy jetzt immer in der Hosentasche.

Wie geht's Ihnen damit?
Ganz gut eigentlich. Ich habe noch trainiert im Pitztal und freue mich jetzt dann, wenn es bei der Miri losgeht.

Man wird ja nicht jeden Tag zum ersten Mal Vater. Wie gehen Sie denn mit dieser Situation jetzt um?
Ich bin schon aufgeregt, frage mich, was sein wird, wie das sein wird. Aber wie es dann tatsächlich ist, werde ich sehen, wenn es so weit ist.

Haben Sie schon eine Idee, wie Sie als frisch gebackener Familienvater diesen olympischen Wettkampfwinter bestreiten werden?
Das kann ich noch nicht sagen. Ich bin heilfroh, dass die Miri mich in dem unterstützt, was ich mache. Sie werden zu den näher gelegenen Rennen sicher ab und zu mal mitkommen. Wir leben ja in Garmisch relativ zentral, deswegen kann ich auch nach den Rennen immer direkt heim und werde dann wohl auch recht viel zuhause sein. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf alles.

Seit fünf Jahren sind Sie Botschafter des "fit4future"-Projekts der Cleven-Stiftung und des Präventions-Programms der DAK für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Während Ihres Gala-Abends im Hotel Vier Jahreszeiten kam mehr als eine Million Euro zusammen, womit drei Gesundheits-Förderprogramme erweitert oder gestartet werden können. Wie wichtig ist Ihnen dieses Projekt?
Kinder liegen mir einfach schon immer sehr am Herzen. Das Engagement und dieser Gala-Abend im Vier Jahreszeiten sind für mich immer wieder eine absolute Herzensangelegenheit.

Und nun zum Sport: Wie hat Ihr chronisch malader Rücken diesmal das Sommertraining überstanden?
Auch ganz gut. Ich war vier Wochen lang in Neuseeland und konnte das Training auch so durchziehen, wie wir das von Anfang an geplant hatten. Dem Rücken geht es wirklich erstaunlich gut. Mein Physiotherapeut hat einen Drei-Jahres-Plan erstellt, an dessen Ende ich 2018 bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea eigentlich schmerzfrei sein müsste. Und bis jetzt geht dieser Plan auf, was mich selbst überrascht hat. Aber das ist ja gut.

Wie sehr sorgen Sie sich angesichts der Konfrontation zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber um die Sicherheitslage bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea?
Das beschäftigt einen schon. Schließlich ist das nicht so ohne. Aber wie die Lage Anfang nächsten Jahres dann dort sein wird, lässt sich halt noch nicht vorhersagen. Im Prinzip kann man jetzt nur abwarten und alles kommen lassen - so wie das Kind.

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