AZ im Plakatarchiv Historische München-Reklame aus den 80ern: Bewegte Jahre

Die letzte Folge der Reihe aus dem Sendlinger Plakat-Archiv zeigt die Reklame der 80er Jahre. Foto: E. Volland, Ströer

Zwischen Parkcafé, Waldsterben und der neuen Münchner Hallenkultur: Nicht jedes Plakat durfte in den 1980ern öffentlich an die Litfaßsäulen.

 

Die 1980er sind eine aufgeregte Zeit in München. Während ein Teil der Jugend mit Schulterpolstern und Vokuhila-Haaren vor den Türstehern am P1, Parkcafé und Sugarshake bibbert, gehen die anderen gegen das Waldsterben und Atomkraft auf die Straße.

1981 eröffnet die Alabamahalle und legt den Grundstein für die Hallenkultur der folgenden Jahre. 1984 ziehen die Grünen mit ihrer ersten Fraktion ins Rathaus ein. Und CSU-Ministerpräsident Franz Josef Strauß, rotes Tuch für die linke Bewegung, wird zum beliebten Spott-Objekt. Vieles von dem, was los war in der Stadt, lässt sich an den Reklame-Plakaten ablesen, die sich im Archiv des Werbevermarkters Ströer finden. Die AZ zeigt – in dieser letzten Folge unserer Plakat-Reihe – eine kleine Auswahl.

50.000 Schätze im Ströer-Archiv

Mehr als 50 000 Reklameplakate, die in vergangenen Jahrzehnten Münchens Litfaßsäulen zierten, hütet die Werbevermarktungsfirma Ströer in einem Keller in Sendling. Die ältesten Exemplare sind 130 Jahre alt. Das wertvollste, ein Plakat von Wassily Kandinsky, hat einen Sammlerwert von etwa 80.000 Euro. Ströer hat das Archiv von der "Deutschen Städtereklame" übernommen und lässt den Münchner Künstler Hubert Franz Schweitzer, der das Archiv seit Jahrzehnten betreut, die Sammlung jedes Jahr erweitern.

 

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