AZ-Filmkritik "Tu nichts Böses": Erwachen

Vittorio (Alessandro Borghi) kriegt noch die Kurve. Und sein bester Freund Cesare (Luca Marinelli, rechts)? Foto: MissingFilms

Ein Lebens- und Freundschaftsporträt: Das italienische Drama "Tu nichts Böses".

Hier suchte schon Pasolini das wahre Leben und wurde brutal ermordet. Irgendwie steht das in diesem Film atmosphärisch im Hintergrund, wenn er eine wunderbare, aber gefährdete Freundschaft beschreibt zweier 20-jähriger Taugenichtse der 90er in den Vorstädten von Rom und am Strand von Ostia schildert. Das "Dolce Vita" dreht sich hier im prekären Milieu Autos, Nachtlokale und Kokain.

Irgendwann trennen sich die Wege: Vittorio verliebt sich, versucht eine Rückkehr ins Bürgerliche, Cesare versinkt in einem Sumpf aus Drogen und Dealen. Vittorio gibt seinen Freund nicht auf. "Tu nichts Böses" ist ein packender Film um Freundschaft und die Frage, ob das Leben einem mehr als eine Chance schenkt.


Kino: Werkstatt Kino

B&R: Claudio Caligari

 

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