AZ-Filmkritik "The Wailing" - Alptraumhafte Reise

Jong-gus (Kwak Do-won) und seine Tochter (Kim Hwan-hee). Foto: Alamod

"The Wailing", ein Horrorfilm aus Südkorea, ist originell und teilweise packend.

 

In einem Ort in der südkoreanischen Pampa ereignen sich Morde und brutale Übergriffe. Auffällig ist ein Ausschlag, der mehrere Betroffene befällt. Für den linkischen Dorfermittler Jong-gu (Kwak Do-won) ist der Fall einige Nummern zu groß. Dann wird auch noch seine Tochter offenbar von einer dämonischen Macht heimgesucht. Angeblich ist ein geheimnisvoller japanischer Einsiedler für alles verantwortlich, so die Gerüchte.

Regisseur Na Hong-jin greift bei der albtraumhaften Reise seiner Hauptfigur auf diverse Thriller- und Horrorkonventionen zurück. Eine geisterhafte Frau gibt dem Polizisten Hinweise, auch Zombies tauchen auf. "The Wailing – Die Besessenen" erzeugt ein Klima der Bedrohung, das sich auf krachende Weise in intensiven Exorzismus-Sequenzen entlädt.

Unter all dem Wahnsinn, den der wilde, aber etwas zu lang geratene Genre-Mix seinem Publikum entgegenschleudert, kommen auch die Angst vor dem Fremden zum Vorschein. Hong-jin reflektiert in der Figur des sagenumwobenen Einsiedlers das nach wie vor schwierige Verhältnis Südkoreas zur früheren Besatzungsmacht Japan.


Regie: Hong-jin Na (Südkorea, 156 Min.)
Kino: Arena (auch OmU)

 

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