AZ-Filmkritik „The Great Wall“: Chinas Monsterquatsch

Zwielichtiger Held im chinesischen Verteidigungskampf: Matt Damon. Foto: UPI

Zhang Yimous flacher Fantasyactionfilm mit US-Quotenstars: „The Great Wall“.

 

Was kommt raus, wenn man einen Film für zwei völlig unterschiedliche Kinomärkte dreht? Der kleinste gemeinsame Nenner, also filmisch eine Nullnummer! China ist mittlerweile nach den USA zum zweitgrößten Filmabsatzmarkt aufgestiegen. So baut Hollywood bei Blockbustern jetzt meist auch asiatische Identifikationsfiguren ein.

Und was macht umgekehrt China? Mit einem Budget von 135 Millionen Dollar ist „The Great Wall“ der bisher teuerste chinesische Film, der die Action-Geschichte eines Abwehrkampfes an der Chinesischen Mauer im Mittelalter erzählt – nicht gegen menschliche Invasoren, sondern gegen ein zombie- und echsenhaftes Monsterheer.

Hineingewoben für den West-Markt ist die Geschichte zweier europäischer Desperados (Matt Damon und Pedro Pascal), die, als Kaufleute getarnt, in China an das Geheimnis des Schießpulvers kommen wollen.

Ohne jeden Dialogwitz und Erotik, obwohl sogar eine Amazonen-Prinzessin aufgeboten wird (Jing Tian) spielt Regisseur Zhang Yimou, der als Arthouse-Regisseur begann und jetzt bei Massenspektakeln gelandet ist, ein langweilendes Dauerkampfgetümmel durch ohne jeglichen intellektuellen Anspruch.


Cinemaxx, Mathäser und Royal (3D), Museum (OV)

R: Zhan Yimou (China, 103 Min.)

 

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