AZ-Filmkritik "Sieben Minuten nach Mitternacht": Loslassen lernen

Schuld, Schule und Monsterträume: Lewis MacDougall. Foto: Studiocanal

"Sieben Minuten nach Mitternacht" ist ein psychologisch intelligenter Fantasyfilm.

Die Mutter ist totkrank, aber der Sohn will das nicht wahrhaben. Den Kampf um die Mutter verlagert er in seine Träume, in denen ein Monster – ein riesiger Eibenbaum mit Lavakern – bedrohlich und helfend zugleich ist, während in den Alltag die strenge Großmutter (Sigourney Weaver) eingreift, deren raue Stärke nur die Kehrseite ihrer Sorge um Tochter und Enkel ist.

Der Spanier Juan Antonio Bayona hat die Bestseller-Romanvorlage von Patrick Ness, der auch das Drehbuch verfasst hat, treu verfilmt und Realität, Traum und Zeichnungen schön verwoben, so dass man in die Psyche des 13-jährigen Connor (Lewis MacDougall) schauen kann. Märchenhaft erzählt das Monster (Stimme: Liam Neeson) Geschichten, die sich als psychoanalytische Schlüssel zur inneren Befreiung von Connor erweisen.


Kino: Mathäser, Royal, Münchenr Freiheit, Cinema (engl. OV)

R: J.A. Bayona (USA/E, 109 Min.)

 

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