AZ-Filmkritik „LenaLove“: Liebe in digitalen Abgründen

Opfer einer Teenie-Intrige, die bald über das Internet hinausgeht: Lena (Emilia Schüle) und Tim (Jannik Schümann). Foto: Alpenrepublik

Ein typisches Teeniegefühl: Keiner versteht mich! Auch die 16-jährige Lena ( Emilia Schüle) fühlt sich allein gelassen. Mit ihrer besten Freundin Nicole gibt es Verstimmungen, und ihre Mutter hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Einzig der verschlossene Tim (Jannik Schümann) scheint sie zu verstehen.

 

Umso schlimmer als sich ausgerechnet Nicole an ihn heranmacht. Wütend und enttäuscht flüchtet Lena sich in einen Chat mit „Noah“, mit dem sie sich auf einer Wellenlänge wähnt – ohne zu ahnen wer hinter dem Profil steckt. In dramatischer Atmosphäre entfaltet sich ein Netz aus Lügen und Intrigen in der beschaulichen Vorstadt, in der viele Schicksale miteinander verflochten sind. „Lenalove“ bewegt sich zwischen Coming-of-Age und Psycho-Thriller und ist dabei mit schnellen Schnitten, verzerrten Bildern und seiner düsteren Atmosphäre eine visuelle Achterbahnfahrt.

#iamlena - gegen Mobbing!

Den Schauspielern gelingt es authentisch zu zeigen, wie leicht sich Jugendliche in den sozialen Medien verlieren können und welche Gefahren dort lauern. Denn mit den Möglichkeiten des Internets hat auch das Mobbing neue Dimensionen angenommen. Dabei richtet sich „LenaLove“ sowohl an Jugendliche als auch an deren Eltern. Unter dem Hashtag #iamlena findet auch in den sozialen Netzwerken ein Austausch zum Thema Mobbing im Internet statt.


Kino: Mathäser Florian Gaag (D, 96 Min.)

 

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