AZ exklusiv Prinz Marcus von Anhalt: "Deshalb unterstütze ich die AfD"

Prinz Marcus von Anhalt: "Ohne Kontrolle beginnt die Verwahrlosung! Deshalb: AfD" Foto: dpa/AZ

Es sind erstaunlich ehrliche, aber auch radikale Worte. Adoptiv-Prinz Marcus von Anhalt (50) gibt zu, die "Alternative für Deutschland" am 24. September bei der Bundestagswahl 2017 zu unterstützen. 

Bisher hat sich kein Promi zur rechtspopulistischen Partei AfD bekannt. Doch Prinz Marcus von Anhalt hält sich bekanntlich nie zurück, wenn es um plakative Sprache und eine deutliche Meinungsäußerung geht. Kurz nach dem TV-Duell am Sonntagabend wollte die Abendzeitung von ihm wissen: "Merkel oder Schulz? Wen wählen Sie?" Gewohnt stürmisch antwortet Marcus von Anhalt: "Die taugen beide nichts."

Zwei Jahre nach der großen Flüchtlingswelle und anhaltenden Terroranschlägen auf der ganzen Welt setzt der Trash-Prinz nicht auf die etablierten und erfahrenen Parteien. Stattdessen möchte er am liebsten die bisherige Regierung loswerden: "Neue Besen fegen gut - deshalb sollte man der AfD mal Rückenwind geben."

"Ohne Kontrolle beginnt die Verwahrlosung! Deshalb: AfD"

Der 50-Jährige poltert weiter gegen SPD und Union: "Die eingeschworene 'Vetterleswirtschschaft' der 'alten' Parteien kotzt mich an, vor allem die Machtpositionsausnutzung der Entscheider zum eigenen Vorteil und nicht fürs Volk und Vaterland! Mein Lieblingsbeispiel ist Gerhard Schröders Gazprom-Anstellung auf Lebenszeit ohne Kenntnisse!"

Hat Prinz Marcus von Anhalt recht? Fakt ist: Ex-Kanzler Gerhard Schröder leitet den Verwaltungsrat des Unternehmens "Nord Stream 2", das dem russischen Staatskonzern "Gazprom" gehört. Dass Schröders Anstellung bis zu seinem Tod gilt, ist nicht bekannt und wurde nie bestätigt.

Dennoch hält der Adoptiv-Prinz an seiner radikalen Meinung fest und sieht die "Alternative für Deutschland" in der nächsten Bundesregierung: "Ohne Kontrolle beginnt die Verwahrlosung! Deshalb: AfD für vier bis acht Jahre, dann schauen wir weiter!" 

 

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