AZ-exklusiv: Nur ihr Mann nimmt Abschied Margot Werner heimlich beerdigt

Entertainerin Margot Werner (†74) mit ihrem Ehemann Jochen Litt 2010 bei den Bayreuther Festspielen. Im kleinen Bild: Die Aussegnungshalle des Kommunalfriedhofs in Salzburg Foto: dapd/Screenshot stadt-salzburg.at

AZ-exklusiv: Die verstorbene Sängerin ist bereits heimlich im Salzburger Familiengrab beerdigt worden. Nur ihr Mann Jochen Litt nimmt Abschied. Graeter weiß mehr.

 

München/Salzburg - Ihr letzter Tag verlief einsam wie keiner in ihrem aufregenden Leben: Show-Star Margot Werner, Primaballerina und Goldkehle, umjubelt von Tausenden, ist ganz geheim beerdigt worden.

Ihren letzten Weg bekam niemand mit. Nur ihr Mann Jochen Litt, der noch immer geschockt ist und das urplötzliche tragische Ende nicht fassen kann, stand am Grab im Kommunal-Friedhof in Salzburg, der im Zentrum liegt.

Dort sind auch Mutter und Vater der Sängerin begraben. Dorthin wollte Margot, ohne Aufsehen, ohne Tamtam, wenn es mal sein sollte. Den Wunsch sprach sie im Freundeskreis mehrfach aus. Ihre Beerdigung solle nur im engsten Kreis und bei den Eltern stattfinden. Zur Mama hatte sie stets ein herzliches Verhältnis. Wochenlang beutelte es die eigentliche Frohnatur, als sie die Mutter verlor.

Das Urnen-Begräbnis ließ der Witwer am vergangenen Freitag um 11 Uhr in aller Diskretion vornehmen. Werners Leichnam wurde in einem Kiefern-Sarg zum Krematorium München gebracht und dort eingeäschert. Der Leichenwagen von „Bestattungen Karl Albert Denk“ brachte die schlichte, dunkle Marmor-Urne nach Salzburg, ihrem Heimatort, wo sie am 8. Dezember 1937 geboren wurde.


Überraschend war der Publikumsliebling am vergangenen Dienstag aus dem Leben geschieden. Margot hatte sich zu einer Behandlung im Bogenhausener Krankenhaus aufgehalten und stürzte aus dem dritten Stock in den Tod.

Ihr großer Fan-Kreis ist noch immer fassungslos. Für manche ist Bayreuth ohne Margot nicht denkbar. Die Multitask-Künstlerin war eine große Wagner-Kennerin und besuchte die gesamte Premieren-Woche im Festspielhaus.

Natürlich genoss sie am Grünen Hügel vor allem ihren jährlichen Auftritt und das Bad in der Menge. Im Restaurant in den Pausen war Margot Werner im VIP-Bereich die persona grata.

Witwer Jochen Litt denkt darüber nach, in München zu einem späteren Zeitpunkt doch noch eine Trauerfeier zu geben. Den Fans sollte die Gelegenheit gegeben werden, sich von Margot Werner zu verabschieden.

So lautlos sollte die große Künstlerin nicht von uns gehen.
 

 

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