AZ exklusiv Friedhelm Funkel: "Die Kritik an Niko Kovac war nicht gerecht"

Friedhelm Funkel (l.) hat den zum Schluss seiner Bayern-Amtszeit bisweilen scharf kritisierten Niko Kovac verteidigt. Foto: imago images / ULMER Pressebildagentur

Im exklusiven Interview mit der Abendzeitung hat Friedhelm Funkel die Arbeit von Ex-FC-Bayern-Coach Niko verteidigt. "Niko ist viel zu häufig zu Unrecht kritisiert worden", sagte der Trainer von Fortuna Düsseldorf.

 

München - Am Samstag trifft der FC Bayern auf Fortuna Düsseldorf (15.30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker), den Klub von Friedhelm Funkel. Im exklusiven Interview mit der AZ verteidigt der 65-Jährige den ehemaligen Bayern-Coach Niko Kovac und sagt: "Man hat vieles an Niko festgemacht, dabei war die Mannschaft ja auch in der Pflicht."  Außerdem spricht Funkel unter anderem über...

...seine Kritik an der Defensive des FC Bayern:
"Flick hat die richtigen Maßnahmen ergriffen, um die Bayern zu stabilisieren. Ich habe meine Aussagen auch gar nicht so kritisch gemeint, sondern einen Vergleich zur Triple-Saison 2012/13 gezogen. Das Gleichgewicht zwischen Offensive und Defensive ist in jeder Mannschaft der Welt von größter Bedeutung. Und das war bei Bayern in den vergangenen Monaten eben nicht immer gegeben. Bayern hat viele Gegentore bekommen, das war unüblich. Jetzt kriegt die Mannschaft es aber wieder hin – und das erschwert uns die Aufgabe am Samstag ungemein."

Funkel über Kovac: "Das war nicht gerecht"

...die Kritik an Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac:
"Niko ist viel zu häufig zu Unrecht kritisiert worden. Er ist noch ein junger Trainer, der im ersten Jahr das Double geholt hat. In der Champions League ist er gegen Liverpool ausgeschieden – im Achtelfinale. Das war mit Sicherheit keine Blamage, aber es ist öffentlich so dargestellt worden. Man hat vieles an Niko festgemacht, dabei war die Mannschaft ja auch in der Pflicht und hat es nicht hinbekommen. Das war nicht gerecht. Niko hat sich öffentlich stets hervorragend verhalten. Ich habe bewundert, wie ruhig er geblieben ist. Das war außergewöhnlich gut."

...seinen letzten großen Traum als Trainer:
"Fortuna ist mein letzter Verein – und ich werde auch kein Nationaltrainer. Einen Traum habe ich allerdings noch: Mit der Fortuna nach Berlin zu kommen und Pokalsieger zu werden! Ich weiß, wie schwer das wird. Aber es sind auch nur noch drei Siege bis nach Berlin. Träumen darf man ja."

...seine Erinnerungen an sein Engagement beim TSV 1860:
"In meiner gesamten Zeit bei 1860 habe ich den Herrn Ismaik nie zu Gesicht bekommen. Mit der Mannschaft und den Leuten im Verein war die Zusammenarbeit gut, aber die durften ja alle überhaupt nichts entscheiden. Deshalb war es sehr schwierig – und der Gang in die Vierte Liga vorgezeichnet. Es kommt einfach keine Kontinuität rein. Das ist schade für den Verein und die tollen Fans."


Das komplette Exklusiv-Interview lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der Abendzeitung und online auf abendzeitung-muenchen.de.

 

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