Australian Open Brands als letzter Deutscher draußen

Daniel Brands scheiterte am Spanier Guillermo Garcia-Lopez. Foto: dpa

Es ist die schlechteste Bilanz der deutschen Herren in Melbourne seit 2004: Nach seiner Zweitrunden-Pleite ist auch Daniel Brands bei den Australian Open raus.

 

Melbourne - Alles wie immer! Die deutschen Tennis-Herren fliegen heim, bevor es bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt ernst wird. Nur Daniel Brands überzeugte, aber auch für den Qualifikanten kam das Aus.

Mit der schlechtesten Melbourne-Bilanz seit zwölf Jahren knüpften die deutschen Herren nahtlos an die schwachen Leistungen in den vergangenen Jahren an.

Brands verpasste bei seiner ersten Grand-Slam-Teilnahme seit den French Open 2014 dagegen eine weitere Überraschung. Gegen den an Nummer 26 gesetzten Spanier Guillermo Garcia-Lopez musste sich der 28-Jährige trotz ordentlicher Leistung mit 6:4, 1:6, 6:7 (0:7), 3:6 geschlagen geben.

"Ich habe nicht schlecht gespielt, aber nicht schlecht ist auf diesem Niveau bei Grand Slams eben nicht gut genug." Dennoch trat Brands zufrieden die Heimreise an. Vor fast genau einem Jahr hatte der Deggendorfer nach seiner Erkrankung an Pfeifferschem Drüsenfieber den mühsamen Weg zurück angetreten.

Fast aus den Top 500 gefallen musste der Davis-Cup-Profi sogar bei den kleinsten Turnieren auf Challenger-Ebene in die Qualifikation. "Das war eine harte Zeit, eine komplett andere Welt", erinnerte sich Brands.

Inzwischen hat er sich wieder auf Rang 151 vorgekämpft, bis Mitte des Jahres will er wieder unter den ersten 80 der Welt stehen. Brands war mit seinen drei Siegen in der Qualifikation und dem Erfolg in der ersten Runde gegen Victor Estrella Burgos der einzige deutsche Lichtblick bei den Herren.

Der Rest knüpfte nahtlos an die schwachen Leistungen der vergangenen Jahre an. "Wenn man nur einen Spieler in der zweiten Runde hatte, dann ist das keine zufriedenstellende Bilanz", sagte Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann.

Federer schlägt 25 Asse

Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer nahm auch seine zweite Hürde bei den Australian Open ganz locker. Beim 6:3, 7:5, 6:1 gegen Alexander Dolgopolow (Ukraine) gelangen dem Schweizer unter anderem 25 Asse.

In der 1:33 stündigen Partie in der Rod-Laver-Arena im Melbourne Park ließ der an Position drei gesetzte Federer keinen einzigen Breakpunkt zu. Es war der insgesamt 299. Sieg des 34-Jährigen in einem Major-Turnier.

Federer hat die Australian Open bislang viermal gewonnen - zuletzt 2010. Mit einem weiteren Triumph beim "Happy Slam" in diesem Jahr könnte er der älteste Grand-Slam-Gewinner seit 1972 werden.

Der topgesetzte Serbe Novak Djokovic gab sich beim 6:1, 6:2, 7:6 (7:3) gegen den Franzosen Quentin Halys in der zweiten Runde keine Blöße und bleibt wie Serena Williams bei den Damen ohne Satzverlust.

 

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