Ausstellung öffnet am Sonntag "Sensationsfund": Museum in Bayreuth zeigt Baby-Dinosaurier

Das Skelett eines Baby-Dinosauriers der Gattung Allosaurus, aufgenommen am 11.03.2016, steht im Urweltmuseum in Bayreuth (Bayern). Foto: dpa

Bissiges Baby: Das älteste bislang entdeckte Skelett eines Jungtieres der Dinosaurier-Gattung Allosaurus ist ab Sonntag im Urwelt-Museum Oberfranken zu sehen. Das Raubtier starb vor etwa 150 Millionen Jahren.

Bayreuth - Weltpremiere für einen niedlichen Killer: Im Urwelt-Museum in Bayreuth ist von diesem Sonntag an ein einzigartiges Skelett eines Baby-Dinosauriers zu sehen. "Es ist etwa 150 Millionen Jahre alt und damit unseres Wissens nach das älteste bislang gefundene Skelett eines Jungtieres der Gattung Allosaurus", sagte Museumsleiter Joachim Rabold. "Ein echter Sensationsfund."

Die Skelett-Teile wurden vor einigen Jahren im US-Bundesstaat Wyoming entdeckt und befinden sich in Privatbesitz. In Bayreuth ist der Baby-Dino laut Rabold erstmals öffentlich in einem Museum zu sehen. Das Allosaurus-Jungtier sollte im Dezember 2015 in London versteigert werden. Da sich bislang kein Käufer fand, erhielt das Urwelt-Museum Oberfranken die sehr gut erhaltenen Skelett-Stücke als Leihgabe.

 

Drei Meter vom Kopf bis zum Schwanz

Museums-Mitarbeiter haben die Teile zusammengesetzt. Das Fossil wird in Oberfranken in einer nachgebildeten Savannenlandschaft gezeigt. Der Lebensraum des Allosaurus war eine trockene Savannenlandschaft mit Flussläufen, an denen Galeriewälder wuchsen. Dort lebten Pflanzenfresser wie Diplodokus oder Branchiosaurier - die potenzielle Jagdbeute des räuberischen Allosaurus. Das Skelett ist vom Kopf bis zur Schwanzspitze drei Meter lang. Das Jungtier war etwa zwei bis drei Jahre alt, als es durch einen Unfall oder einen Angriff starb. "Möglicherweise verdurstete es auch", sagte Rabold.

 

Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse

Das Fossil hat das gleiche Alter wie die Plattenkalke von Solnhofen bei Eichstätt, wo der berühmte Urvogel Archäopteryx gefunden wurde. "Eine wissenschaftliche Untersuchung des Stücks hat noch nicht stattgefunden, dürfte aber interessante neue Ergebnisse bringen, da solch junge Jungtiere von Raubsauriern insgesamt sehr selten sind", erläuterte Oliver Rauhut von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München.


Infos zur Ausstellung

Die Sonderausstellung "Allosaurus... ein bissiges Baby" ist bis 31. Mai in Bayreuth zu sehen.
Geöffnet hat das Urwelt-Museum Oberfranken Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr.

 

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