Ausstellung Faszination Spinnen

Eine Zwergspinne. Foto: ho

In der Sonderausstellung "Faszination Spinnen" im Museum Mensch und Natur gibt's lebende und überlebensgroße Spinnen. Das beste Mittel, um die Angst zu überwinden.

 

Nymphenburg - Neugier, Faszination, Abscheu – Spinnen lösen beim Betrachter ganz unterschiedliche Emotionen aus. Und obwohl die Tiere meist völlig ungefährlich und als Vertilger schädlicher Insekten sogar ausgesprochen nützlich sind, leidet etwa jeder Zehnte unter einer mehr oder weniger ausgeprägten Spinnenfurcht (Arachnophobie). Die Ausstellung „Faszination Spinnen“im Museum Mensch und Natur zeigt aber, dass Spinnen weitaus mehr als gruselige „Ekeltiere“ sind.

Viele der über 40.000 bekannten Spinnenarten beeindrucken mit spektakulären Farben und Formen, ausgefallenen Techniken des Beutefangs und faszinierenden Verhaltensweisen. Indem wir ihre Schönheit und ihre interessante Lebensweise zeigen, wollen wir auch der irrationalen Furcht vor ihnen entgegenwirken. Denn „Spinnenwissen ist das beste Mittel gegen Spinnenfurcht“ wie es der bekannte Tierfilmer Horst Stern einmal formuliert hat. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen wie im Vorjahr etwa 50 Terrarien mit lebenden Spinnen, Skorpionen und andere Gliederfüßern, die eine unmittelbare Begegnung mit diesen faszinierenden Wesen erlauben.

Besonderen Wert haben die Ausstellungsmacher diesmal darauf gelegt, unterschiedliche Spinnenformen und auch einheimische Spinnen zu zeigen. Neben großen Vogelspinnen unterschiedlichster Art sind daher in diesem Jahr unter anderem verschiedene Arten von Falltürspinnen, Springspinnen, Wolfsspinnen, Riesenkrabbenspinnen und Seidenspinnen zu bewundern. Weitere Höhepunkte der Ausstellung sind das riesige Modell einer Kreuzspinne im Netz sowie das einer männlichen Zwergspinne (Walckenaria acuminata), das die bekannte Modellbauerin Julia Stoess aus Hamburg speziell für diese Ausstellung angefertigt hat.

Daneben gewähren großformatige Bilder, Originalpräparate und Fossilien sowie Film- und Mikroskopierstationen spannende und zum Teil überraschende Einblicke in die Welt der geheimnisvollen Achtbeiner, die dem menschlichen Auge sonst verborgen bleiben. Beleuchtet werden unter anderem Körperbau, Beutefang und Fortpflanzung der Spinnen, aber auch die besonderen Eigenschaften von Spinnenseide und ihre Anwendung in Medizin und Technik. Wussten Sie zum Beispiel, dass Spinnen mit Sinneshaaren an den Beinen hören und die Kiefertaster der Männchen als Begattungsorgane dienen? Oder dass Spinnenseide unter anderem als mikrochirurgisches Nahtmaterial sowie als Umhüllung von Brustimplantaten verwendet wird?

Und haben Sie schon einmal von der Riesenkrabbenspinne Heteropoda maxima aus Laos gehört, die mit mehr als 30 cm Beinspannweite die größte Spinne der Welt ist? Erleben Sie die Welt der Spinnen hautnah: Schauen Sie einer lebenden Vogelspinne in die Augen, beobachten Sie die berühmt-berüchtigte Schwarzen Witwe beim Netzbau und besuchen Sie die 14-tägigen öffentlichen Fütterungen. 

Dauer der Sonderausstellung: 28. März bis 14. September 2014

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Abendöffnung Donnerstag bis 20 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise (einschließlich Dauerausstellung): 6 € (sonntags 4 €) für Erwachsene; 4 € (sonntags 3 €) für Studierende, Rentner, Gruppen etc.; 2 € für Kinder ab vier Jahre und Jugendliche; Schulklassen, Kindergärten etc.: 1,50 € pro Person; zwei Begleitpersonen frei; Familienkarte: 15 € (sonntags 10 €). Kinder bis drei Jahre sowie Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des Museums Mensch und Natur und des Förderkreises Naturkundemuseum Bayern haben freien Eintritt.

 

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