Außergewöhnliche Übernachtungen Schlafen bis der Hafer sticht

Abenteuerlich: Eine Übernachtung im Baumbett auf der Kulturinsel Einsiedel bei Görlitz. Foto: srt-Archivbild/Kulturinsel Einsiedel

(srt) Wer hat nicht schon mal davon geträumt, in lauen Sommernächten draußen zu schlafen? Nachts am Himmel die Sterne zu zählen, dem Rascheln des Laubes in den Bäumen zu lauschen und morgens von den ersten Sonnenstrahlen wachgeküsst zu werden. Es gibt die kuriosesten Betten für sommerliche Traumnächte - wir stellen die sechs schönsten vor.

 

Baumbett im Turi Sede Land

Kiefernzweige knarzen leise in der Nacht. Oder tapsen die Inselgeister Bodelmutz und Modelpfutz, die zu allerlei Schabernack aufgelegt sind, über Holzstege und Äste? Mitten im Abenteuer-Freizeitpark der Kulturinsel Einsiedel nahe Görlitz thronen die fantasievollsten Baumhäuser wie Vogelnester in den Wipfeln. Neben Fionas Luftschloss und Baba-Doros Kräuterkate gibt es ganz neu ein kuschelig-extravagantes Baumbett, das Platz bietet für zwei Erwachsene und ein Kind. Unter freiem Himmel schläft man dort in einem gemütlichen Alkovenbett und kann vor dem Einschlafen die Sternschnuppen zählen. Eine Übernachtung mit Frühstück kostet pro Bett ab 140 Euro.

Im Himmelbett unter Bäumen

Mitten in einem großen idyllischen Garten in Bad Laasphe wartet das Wittgensteiner Himmelbett auf seine Übernachtungsgäste. Die dürfen sich dort, ausgestattet in einem handgenähten, weißen Leinenschlafanzug und einer stilechten Zipfelmütze in die Federbetten kuscheln. Nachts rascheln die Blätter der Bäume, die Sterne funkeln am Himmel und vielleicht liest man noch ein Gedicht bei Kerzenschein. Das romantische Sektfrühstück am nächsten Morgen wird ebenfalls im Garten serviert. Und wenn es doch mal nachts regnet, wird einem sofort Einlass in der Pension gewährt. Diesen Übernachtungstraum ermöglichen Nadine Spies und Marco Klein, die seit einigen Monaten die neuen Inhaber der Pension Kamerich im Wittgensteiner Land sind. Eine Übernachtung mit Sektfrühstück kostet 49 Euro pro Person.

Ein Bett im Kornfeld

Die Zimmer haben keine Türen und Fenster, und das breite Bett ist belegt mit dicken Strohballen. Im Cornfield Openair-Hotel südlich von Solothurn in der Schweiz, schlafen die Gäste mitten im Maisfeld unter luftigen Pavillons. Auch wenn die Lage des Maisfelds am Waldrand wunderbar ruhig ist, kann, wer Pech hat, seinen Nachbarn nebenan nachts schnarchen hören. Vom 18. Juni bis zum 1. September sind die Feldtore für abenteuerlustige Besucher wieder geöffnet. Dann wird an einer offenen Feuerstelle gemeinsam gegrillt und das Frühstück wird im Maisstrohbett serviert. Der Schlafplatz kostet pro Übernachtung für zwei Erwachsene und zwei Kinder ab 80 Euro, zuzüglich 15 Euro pro Person für das Frühstück.

Im Rittergut sticht der Hafer

Wer heute die Heuherberge am Fuß der Burg Guttenberg im oberen Neckartal besucht, der darf dort wie einst Knechte und Mägde sein Lager auf weichem, nach Kräutern duftendem Heu aufschlagen und erhält zum Frühstück eine üppige Atzung. Aber auch die Tage im Schatten der Burg bieten Besuchern viele Überraschungen. Am 12. und 13. Juni wird bereits zum 15. Mal ein mittelalterliches Burgfest veranstaltet und an den Wochenenden laden die Burgherren zu festlichen Rittermahlen mit Speis, Trank und Musik ein. Im Laufe des Abends wird dann einer der Gäste zum Ritter geschlagen. Für eine Übernachtung zahlen Erwachsene 19,50 Euro und Kinder bis zwölf Jahre 13 Euro; Rittermahl 53 Euro pro Person.

Einsames Schäferstündchen

Nicht nur für ein kurzes Schäferstündchen, sondern gleich für eine ganze Nacht dürfen sich die Gäste im Schäferkarren von Regina Fauser auf der Schwäbischen Alb einquartieren. Niedliche 3,5 Quadratmeter misst das Quartier, ausgestattet immerhin mit einem Strohsack als Matratze, einem Federbett, Kanonenofen, Holzbank und einem winzigen Schrank. Aber so kuschelig der Schäferkarren auch ist, Platz ist leider nur für eine Person. Die Übernachtung mit Frühstück kostet 30 Euro.

Mongolische Jurte

Um eine Nacht wie die Mongolen in einer Jurte zu verbringen, muss man keine tausende Kilometer weit in die Hochebenen der Mongolei reisen. In der Veluwe, dem größten Waldgebiet in den Niederlanden, stehen im Grünen vier original mongolische Nomadenzelte zur Übernachtung bereit. Einzigartige Nächte können dort verbracht werden. Die Jurten sind komfortabel ausgestattet mit Kühlschrank, Kochgelegenheit und einer Feuerstelle für einen Grillabend. Außerdem gibt es auf dem Gelände eine Außensauna, ein Sanitärgebäude und eine Gartenwanne. Eine Übernachtung für zwei Personen kostet 55 Euro pro Nacht.

Weitere Informationen:

Baumbett: Kulturinsel Einsiedel 1 , 02829 Neißeaue OT Zentendorf, Tel. 035891/49113, info@kulturinsel.de. Etwa 18 Kilometer nördlich von Görlitz.

Wittgensteiner Himmelbett: Pension Kamerichs, Inh. Nadine Spies und Marco Klein, Ditzroder Weg 18, 57334 Bad Laasphe, Tel./Fax 02752/6120, info@pension-kamerichs.de, www.pension-kamerichs.de. Etwa 40 Kilometer östlich von Siegen.

Strohhotel: Rütihof, Erika Bader und Herbert Schluep, Rütihof 111, CH-4574 Nennigkofen, Tel. 0041/326223953, info@maishotel.ch, www.maishotel.ch. Etwa sechs Kilometer süd-westlich von Solothurn.

Heuherberge Burg Guttenberg: Burg Guttenberg, 74855 Haßmersheim – Neckarmühlbach, Tel. 06266/388, Fax 91023, info@burg-guttenberg.de, www.burg-guttenberg.de. Etwa 20 Kilometer nördlich von Heilbronn.

Schäferkarren: Regina Fauser, Oberstettenstrasse 17/1, 72539 Pfronstetten, Tel. 07388/1281, Fax 993480, reginafauser@schaeferei-fauser.de, www.schaeferei-fauser.de. Etwa 30 Kilometer südlich von Reutlingen.

Mongolische Jurte: Otterloh Actief, Beekdalseweg 1, NL-6731 SG Otterlo, Tel. 0031/318/591437, info@otterlo-actief.nl, www.otterlo-actief.nl, www.dieveluwe.de. Etwa 22 Kilometer nördlich von Arnhem.1

 

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