Ausgezeichnete „Bildungsidee“ in der Maxvorstadt Preis für pädagogisches Kochen

Mensachef Stephan Jäger bereitet mit Schülern des Projekt „Pädagogisches Kochen“ das Mittagessen zu. Foto: Deutschland - Land der Ideen/Sebastian Widmann/ho

Das nahrhafte und gesunde Projekt des Städtischen Luisengymnasiums in München wurde als "herausragende Bildungsidee“ in einem bundesweiten Wettbewerb ausgezeichnet.

 

Maxvorstadt - Fades Kantinenessen kommt am Münchner Luisengymnasium nicht auf den Teller. Dort bekochen die Schüler gemeinsam mit Küchenprofis ihre Mitschüler nämlich selbst. In der Ganztagsschule essen die Kinder der fünften bis siebten Klassen gemeinsam zu Mittag.

Das Essen bereitet für jeweils zwei Wochen im Schuljahr je eine Klasse der Stufen fünf bis zehn zu. Da die Schüler in dieser Zeit den ganzen Tag in der Küche stehen und schnippeln, braten, dünsten und garnieren, sind sie vom Unterricht befreit.

Dabei gehen die wissbegierigen Kinder und Jugendlichen aber keineswegs leer aus. Denn sie lernen ganz praktisch, was gesunde Ernährung ausmacht und wofür man unterschiedliche Obst-, Fleisch- und Gemüsesorten verwenden kann und welche Kräuter dem Gericht den letzten Schliff geben.

Zur Seite stehen ihnen dabei sechs erfahrene Küchenprofis, die den Schülern einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln beibringen. Mentor der Schüler-Mensa ist der britische Starkoch Jamie Oliver.

„Als gebundenes Ganztagsgymnasium haben wir eine besondere Verantwortung für die Ernährung unserer Schüler. Nur über ein aktives und direktes Erfahren von gesunder Ernährung und deren Zubereitung bildet sich ein Bewusstsein über den Wert des guten Essens. Gleichzeitig erleben unsere Schüler Essen als ein bereicherndes Gemeinschaftserlebnis. In dieser Hinsicht unterstützen und ergänzen wir familiäre und soziale Rituale. Die Schule als authentischer Lebensraum, das bieten wir den Schülern in unserem Mensa-Projekt“, erläuterte der Leiter des Luisengymnasiums, Peter Kemmer, das Konzept.

Susanne Mahler-Siebler, Repräsentantin der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, lobte die Nachhaltigkeit des Angebots: „Sich bewusst zu ernähren, ist eine Grundvoraussetzung für eine gesunde und ausgewogene Lebensweise. Und gut ernährt lernt es sich umso besser. Wir freuen uns, dieses vorbildliche Engagement sichtbar machen zu können.“

Über 1.100 Bildungsprojekte aus ganz Deutschland haben sich Anfang 2012 bei dem Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ beworben. Eine unabhängige Expertenjury wählte insgesamt 52 Projekte aus, die sich in herausragender Weise für mehr Bildung von Kindern und Jugendlichen stark machen.

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Vorreiter einer gesellschaftlichen Bewegung für mehr Bildung sichtbar zu machen und Andere zum Nachmachen zu ermutigen.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ hat den Wettbewerb zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Vodafone Stiftung Deutschland im Januar 2013 bereits zum dritten Mal ausgerufen. Schirmherrin des Wettbewerbs ist Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka.

 

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