Aus im Achtelfinale Unter Schmerzen: Kerber muss in Stuttgart aufgeben

Frust pur: Angelique Kerber verlässt den Centre Court. Foto: Marijan Murat/dpa

Im Viertelfinale des Stuttgarter WTA-Turniers ist erstmals seit vier Jahren keine deutsche Tennisspielerin mehr dabei. Angelique Kerber gab mit bandagiertem rechten Oberschenkel auf. Laura Siegemund war nach ihrer schweren Verletzung noch nicht konstant genug.

Stuttgart - Angelique Kerber hat beim WTA-Turnier in Stuttgart ihr Achtelfinal-Match aufgrund einer Verletzung aufgeben müssen. Stuttgart (SID) Angelique Kerber kämpfte verzweifelt gegen die Tränen und gegen die Schmerzen - und war am Ende doch gegen beides chancenlos.

Aufgrund einer Verletzung musste die 30-Jährige beim WTA-Turnier in Stuttgart ihr Achtelfinal-Match gegen Anett Kontaveit aufgeben und ist damit beim Heim-Event in der Porsche-Arena als letzte Deutsche ausgeschieden. Beim Stand von 0:6, 0:2 beendete die Kielerin, die offensichtlich von Problemen am rechten Oberschenkel geplagt wurde, die Partie vorzeitig.

Kerber nach einer Viertelstunde mit 0:5 hinten

Weil zuvor bereits Titelverteidigerin Laura Siegemund verloren hatte, wird das Turnier in der Schwabenmetropole damit erstmals seit 2014 am Wochenende ohne deutsche Beteiligung zu Ende gehen. Kerber hatte gegen Kontaveit von Beginn an nicht auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit agiert.

Nach einer Viertelstunde lag sie mit 0:5 zurück, war völlig machtlos gegen die Gewinnschläge der 22-jährigen Estin. Kerber ließ sich in der Folge am Rücken und am Oberschenkel behandeln und verschwand zunächst in der Kabine. Nach wenigen Minuten kehrte die zweimalige Grand-Slam-Gewinnerin dann mit einem Verband am rechten Oberschenkel auf den Platz zurück, wirkte aber weiter angeschlagen.

Kerber: Steht die Sandplatzsaison auf dem Spiel?

Kerber beriet sich in der Folge intensiv mit ihrem belgischen Trainer Wim Fissette - und entschied sich fürs Weiterspielen. "Ich versuche es, aber ich habe echt Schmerzen", sagte sie. Konkurrenzfähig war die frühere Weltranglistenerste dann auch nicht mehr, sodass sie die Partie nach 39 Minuten vorzeitig beendete. Damit endete Kerbers Gastspiel in Stuttgart auf die bitterste Art und Weise.

Nach der Enttäuschung bei der Niederlage im Fed-Cup-Halbfinale gegen Tschechien (1:4) steht womöglich nun die Sandplatzsaison auf dem Spiel. Dass sie ab Montag in der Weltrangliste Julia Görges wieder als deutsche Nummer eins ablösen wird, dürfte da nur ein schwacher Trost sein.

Stuttgart: Auch Titelverteidigerin Siegemund raus

Vor Kerbers unglücklichem Auftritt war am Donnerstag bereits Siegemund in der Runde der letzten 16 gescheitert. Die 30-Jährige unterlag trotz einer kämpferisch ansprechenden Leistung in ihrem Achtelfinal-Duell mit der US-Amerikanerin Coco Vandeweghe 4:6, 6:4, 3:6. "Ich hatte das Gefühl, dass sie in den entscheidenden Momenten einfach eine noch etwas bessere Antwort hat", sagte sie anschließend.

Ungeachtet ihrer fast einjährigen Verletzungspause aufgrund eines Kreuzbandrisses hatte Siegemund mit ihrem wuchtigen Powertennis phasenweise bereits wieder an die Spielerin erinnert, die im Jahr zuvor überraschend zum Titel gestürmt war. Am Ende setzte sich in der Weltranglisten-16. Vandeweghe allerdings die etwas konstantere Spielerin durch.

"Wenn ich mir anschaue, wo ich herkomme, muss ich eigentlich bombenzufrieden sein", sagte Siegemund: "Aber ich denke, es ist ein gutes Zeichen, dass ich trotzdem enttäuscht bin." Beim mit 816.000 Dollar dotierten Sandplatzturnier sind nunmehr alle fünf gestarteten deutschen Spielerinnen vor dem Wochenende ausgeschieden.

Vor Kerber und Siegemund waren in diesem Jahr die ebenfalls hochgehandelte Görges (Bad Oldesloe) sowie Carina Witthöft (Hamburg) und Antonia Lottner (Düsseldorf) bereits an ihrer Auftaktrunde gescheitert.

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