Aus Habgier getötet? Doppelmord von Höfen: Prozessbeginn nächste Woche

Das Verbrechen in Höfen erschütterte die ganze Region. Foto: Andreas Gebert/dpa

Der Prozess um den zweifachen Raubmord von Höfen bei Bad Tölz in Oberbayern beginnt am kommenden Mittwoch. Die Täter sollen aus Habgier getötet haben.

 

München - Der Prozess um den zweifachen Raubmord von Höfen bei Bad Tölz in Oberbayern beginnt am kommenden Mittwoch. Das Landgericht München II hat dafür 17 Verhandlungstage bis Anfang September angesetzt, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Die Staatsanwaltschaft wirft den vier Angeklagten aus Polen Mord, erpresserischen Menschenraub und besonders schweren Raub vor. Motiv: Habgier.

Die Pflegerin gab den Tipp

Die drei angeklagten Männer im Alter von 25 und 44 Jahren sollen in der Nacht vom 22. auf den 23. Februar 2017 in das Haus einer damals 76-Jährigen in Höfen in der Gemeinde Königsdorf eingedrungen sein. Sie sollen die Hausbesitzerin, eine gleichaltrige Besucherin und einen 81-jährigen Bekannten brutal überfallen haben, um Bargeld in fünfstelliger Höhe, Schmuck sowie Wertgegenstände zu stehlen.

Die vierte Angeklagte, die 50 Jahre alte Schwester eines der Männer, soll ihnen den Tipp zu dem Raubzug gegeben haben. Die Frau hatte im Jahr zuvor als Pflegekraft in dem Haus gearbeitet und kannte somit die Verhältnisse.

Die Hausherrin überlebte schwer verletzt, ihre Gäste starben

Nach dem Überfall ließen die Täter ihre Opfer hilflos zurück. Die beiden Gäste der Hausbesitzerin starben vermutlich noch in der Tatnacht. Nur die Hausherrin überlebte - sie wurde erst drei Tage später gefunden und schwebte damals in akuter Lebensgefahr. Nur langsam erholte sie von ihren Verletzungen und konnte sich zunächst so gut wie nicht an den Überfall erinnern.

Die Beute der Tat sollen sich alle vier Beschuldigten geteilt haben. Sie sitzen in Deutschland in Untersuchungshaft.

 

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