Aus Eifersucht Polizist würgt Freundin fast zu Tode

Vermutlich aus Eifersucht soll ein 25-jähriger Angehöriger der Bundespolizei seine Freundin nach dem Ausgehen in einem Garchinger Hotel misshandelt haben. (Symbolbild) Foto: Polizei

Beim Weggehen in München beleidigt ein junger Bundespolizist seine Freundin (21) und wird handgreiflich. Später im Hotel würgt er sie so lange, dass sie kurzzeitig in Lebensgefahr schwebt.

 

Garching - Ein 25-jähriger Bundespolizist und seine 21-jährige Freundin besuchten am Samstagabend mit einer Freundin eine Münchner Diskothek. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kam es bereits dort von Seiten des 25-Jährigen zu Beleidigungen und ersten Handgreiflichkeiten gegenüber seiner Freundin; seine beiden Begleiterinnen konnten ihn jedoch immer wieder beruhigen.

Anschließend begaben sich die drei mit einem Taxi zu einem Hotel in Garching. Kaum angekommen, soll der 25-Jährige im Hotelzimmer ausgerastet und massiv handgreiflich geworden sein und seine Freundin gewürgt haben. Erst, als sie sich wehrte, ließ er von ihr ab.

Währenddessen verständigte die Begleiterin die Polizei. Die Beamten nahmen den jungen Mann vor dem Hotel fest.

Aufgrund der Massivität der Tathandlung übernahm die Mordkommission München die weiteren Ermittlungen. Die diensthabende Ärztin des Institut für Rechtsmedizin der LMU München attestierte bei der körperlichen Untersuchung der 21-Jährigen einen längeren Würgevorgang, weshalb derzeit von zeitweiser Lebensgefahr auszugehen ist. Eine weitergehende Behandlung - auch ambulant - war jedoch nicht erforderlich.

Der Tatverdächtige verweigerte bei der Vernehmung die Aussage. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird als Tatmotiv Eifersucht angenommen, die Tat derzeit als gefährliche Körperverletzung gewertet.

Die zuständige Staatsanwaltschaft München I beantragte Haftbefehl, der am Montag durch den Ermittlungsrichter erlassen wurde. Alle Beteiligten standen unter Alkoholeinfluss. Die Ermittlungen dauern an.

Zeugenaufruf: Der Taxifahrer, der die drei gegen 4 Uhr zu einem Hotel nach Garching gefahren hat, wird gebeten, sich mit der Mordkommission München unter 089 / 29 10 - 0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Im Taxi soll es zu Drohungen und Beleidigungen gekommen sein.

 

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