Aus 400 Metern Höhe Wilder Kaiser: Bergsteiger stürzen in den Tod

, aktualisiert am 09.08.2018 - 14:02 Uhr
Bilder vom Einsatz in Ellmau: Die Rettungskräfte konnten nichts mehr für die beiden Abgestürzten tun. Foto: ZOOM.TIROL

Zwei Bergsteiger sind am Wilden Kaiser nahe Ellmau aus großer Höhe in den Tod gestürzt. Sie sollen aus dem Landkreis München stammen. 

Ellmau - Am Mittwoch sind zwei Bergsteiger in Tirol in den Tod gestürzt. Laut ersten Berichten ging gegen 11.02 Uhr ging der Notruf ein, dass im Bereich des Gamsangersteiges im Ellmauer Gemeindegebiet, zwei Personen aus großer Höhe abgestürzt seien. 

Die Bergrettung Scheffau, mehrere Notarzthubschrauber und die Alpinpolizei waren im Einsatz. Die Notarztteams konnte jedoch aufgrund der massiven Verletzungen nur noch den Tod der Abgestürzten feststellen.  

Laut einer Sprecherin der Polizei, wollten die beiden Bergsteiger bei bestem Wetter am Wilden Kaiser eine Klettertour auf den sogenannten Kopftörlgrat unternehmen. Darauf weist auch die Sturzbahn hin, die gefunden wurde.

Sie waren laut Polizei ohne Sicherungsseil unterwegs und etwa 400 Meter in die Tiefe gestürzt.

Bei den Verunglückten soll es sich um einen 34-jährigen Mann und eine 29 Jahre alte Frau aus dem Landkreis München handeln. Berichte örtlicher Quellen, es handle sich um Unterschleißheimer wollte die Polizei in Österreich nicht bestätigen.  

Zeugen, die den Unfall aus der Ferne beobachten konnten, alarmierten die Rettungskräfte. 

Weiterer tödlicher Bergunfall am Mittwoch

Bei Scharnitz starb laut Polizei ein 67-jähriger Deutscher während einer Tour auf einem alpinen Höhenweg. Der Mann stürzte vor den Augen seiner Frau in steilem Gelände rund 150 Meter ab.