Aufsichtsrat schlägt Verlängerung vor Bis Ende 2018: Winterkorn soll VW-Boss bleiben

Martin Winterkorn entschied den Machtkampf mit Ex-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch gewonnen. Jetzt hat der Aufsichtsrat seinen Amtsanspruch bestätigt. Foto: dpa

Das Präsidium hat gesprochen: VW soll den Vertrag mit Vorstandschef Martin Winterkorn bis 2018 verlängern.

 

Wolfsburg - Martin Winterkorn soll bis Ende 2018 Vorstandschef bei Europas größtem Autobauer Volkswagen bleiben. Das Präsidium des Aufsichtsrats will dem Kontrollgremium vorschlagen, mit dem 68 Jahre alten Manager einen neuen Vertrag zu schließen. Das teilte der VW-Konzern am Mittwoch in Wolfsburg mit. Der innerste Führungszirkel der Aufseher sprach sich demnach einstimmig für ein entsprechendes Angebot an Winterkorn in der Sitzung am 25. September aus.

"Wir werden mit Professor Martin Winterkorn an der Spitze den Erfolgsweg der vergangenen Jahre weitergehen und die Ziele der Strategie 2018 konsequent umsetzen", sagte Aufsichtsratschef Berthold Huber der Mitteilung zufolge. Der Kontrakt des bestbezahlten Dax-Managers sollte nach bisherigem Stand Ende 2016 auslaufen.

Im Frühjahr hatte Winterkorn einen wochenlangen Machtkampf mit dem inzwischen abgetretenen langjährigen Chefaufseher und VW-Patriarchen Ferdinand Piëch überstanden. Dieser war in einem "Spiegel"-Interview völlig überraschend "auf Distanz" zum Vorstandsvorsitzenden gegangen und hatte damit eine Führungskrise in dem Auto-Imperium ausgelöst.

Winterkorn nahm anschließend einen großangelegten Konzernumbau in Angriff. Unter anderen sollen die einzelnen Marken und Regionen in der Volkswagen-Gruppe mehr Verantwortung bekommen.

 

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