Auch in der Allianz Arena O'zapft is: Endlich echtes Bier in der Champions League!

, aktualisiert am 26.06.2018 - 15:51 Uhr
Ab der kommenden Saison darf in der Champions League alkoholhaltiges Bier ausgeschenkt werden. Foto: imago/MIS

Ab der kommenden Saison darf bei Champions-League-Spielen endlich Bier ausgeschenkt werden – und zwar alkoholhaltiges! Das Exekutivkomitee der UEFA hat die entsprechende Regelung abgeändert.

München - Bayern-Fans, aufgepasst! Auf seinem letzten Treffen hat das Exekutivkomitee des europäischen Fußballverbandes UEFA die Regelungen für den Alkoholausschank bei internationalen Spielen geändert. Diese beziehen sich in Zukunft auf die nationalen Gesetze der jeweilen Länder.

Mit anderen Worten: In Champions-League- und Europa-League-Spielen in deutschen Stadien darf ab der Saison 2018/19 alkoholhaltiges Bier ausgeschenkt werden! Bisher galt bei diesen Partien ein generelles Alkoholverbot, in der Allianz Arena wurde im Rahmen von Champions-League- und sogenannten "Risikospielen" nur alkoholfreies Bier verkauft. (Lesen Sie dazu: Bayern erweitern Alkohol-Angebot in der Allianz Arena)

England: Alkoholverbot auf der Tribüne

Ausnahmen könnte es jedoch weiter geben, wenn beispielsweise besonders brisante Spiele auf internationaler Ebene stattfinden. Anders als in Deutschland ist das Trinken von Alkohol auf der Tribüne in einem englischen Stadion grundsätzlich nicht gestattet – das Mutterland des Fußballs schaut in dieser Hinsicht also weiter in die Röhre. Zur Erklärung: In England darf Alkohol nur vor dem Anpfiff des Spiels und in der Halbzeitpause verkostet werden, und dann allerdings auch nur im Inneren des Stadions.

Der geänderte Artikel 36 der UEFA "Safety and Security Regulations" besagt nun: "Der Spiel-Organisator darf lediglich Alkohol in seinem Stadion oder auf seinem privaten Gelände verkaufen oder ausschenken, wenn dies im Rahmen nationaler oder lokaler Gesetze zeitweise erlaubt ist."

Fanorganisation begrüßt Entscheidung

Die Fanorganisation "Football Supporters Europe" (FSE) ist über die Entscheidung der UEFA erfreut. Ronan Evain, FSE-Geschäftsführer, sagt: "Lange Zeit fühlten sich Fußballfans im Vergleich zu Fans anderer Sportarten, wie Rugby, unfair behandelt - um es vorsichtig auszudrücken. Es hängt nicht von einer Sportart ab, ob man sich als Fan gut oder schlecht benimmt. Zudem bezog sich das Alkoholverbot auch nicht auf die VIP-Bereiche bei Fußballspielen, wodurch es eine Zweiklassengesellschaft in den Stadien gab. Die Fans erlebten das Alkoholverbot als patriarchalischen Akt, da es absolut keinen Beweis oder wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, dass es irgendeinen Nutzen oder positiven Einfluss auf die Verhinderung fußballbezogener Störungen hat."

 

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