Statistik Mindestlohnsteigerung bei Beschäftigten angekommen

Hunderttausende Jobs werden noch immer nicht mit Mindestlohn bezahlt. Foto: Jens Wolf/dpa/dpa

Der gesetzliche Mindestlohn steigt jährlich um Cent-Beträge. Die Steigerungen kommen immerhin bei den Betroffenen an, legt eine Statistik nahe.

 

Wiesbaden - Die Steigerung des gesetzlichen Mindestlohns im vergangenen Jahr hat für Millionen Beschäftigte höhere Gehälter gebracht. Das zeigt eine am Montag vorgestellte Auswertung des Statistischen Bundesamtes.

Danach stieg zwischen April 2018 und April 2019 bei rund 2 Millionen Jobs der Stundenlohn mindestens auf das zum Jahreswechsel angehobene Niveau von 9,19 Euro.

Weiterhin wurden im April 2019 aber auch noch fast 530.000 Arbeitsverhältnisse registriert, in denen weniger als der Mindestlohn gezahlt wurde. Darin sind sowohl Verstöße gegen das Gesetz als auch statistische Unschärfen enthalten, wie eine Sprecherin erläuterte. So können Vorschriften über die Anrechenbarkeit von Zulagen und das Alter der Mindestlohnberechtigten nicht komplett abgebildet werden.

Unter dem Strich erhielten 3,5 Prozent aller Beschäftigten im April 2019 exakt den gesetzlichen Mindestlohn und 1,3 Prozent weniger als diesen. Im laufenden Jahr schätzt das Amt den durchschnittlichen Bruttomonatslohn bei Vollzeit auf 4026 Euro. Der aktuelle Mindestlohn von 9,35 Euro entspricht einem Monatsgehalt von 1621 Euro.

© dpa-infocom, dpa:200629-99-600379/4

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