Anwohner nicht genug informiert? Kein Durchkommen! München Marathon verkompliziert Geburt

Sperrungen in ganz München. So manchen, dem der Marathon egal ist, kann das schon mal nerven. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Während des München Marathons platzt die Fluchtblase einer Münchnerin. Doch die werdenden Eltern kommen wegen der Sperrungen nicht ins Krankenhaus.

 

München – Weil genau während des München Marathons am Sonntagmittag früher als erwartet die Fruchtblase platzt, steht ein junges Paar vor einem großen Problem: Die Straßen sind gesperrt und sie kommen nicht in die Klinik.

"Etwas aufgelöst haben sie sich deshalb an eine Polizeistreife an der Absperrung der Laufstrecke an der Ecke Orleans-/Rosenheimer Straße gewendet", erzählt ein Polizeisprecher. Die Polizisten machen daraufhin kurzen Prozess und eskortieren die werdenden Eltern mit Blaulicht ins Krankenhaus.

Der CSU-Stadtrat Richard Quaas meint, dass die Straßensperrungen bei Großveranstaltungen wie dem Marathon viele Anwohner über die Sperrungen und Behinderungen verärgert seien. Deshalb hat Quaas einen Antrag im Stadtrat eingereicht.

Werden Münchner Sportmuffel ausreichen über Streckensperrungen informiert?

Darin heißt es: "Für Menschen, die nicht sportbegeistert sind, gibt es in der Regel keinen Grund, die Marathonstrecke vorab zu studieren, um zu sehen, ob jetzt die Laufstrecke direkt vor ihrer Haustür läuft."

Daher will Quaas nun klären, ob die Anwohner durch den Veranstalter ausreichend informiert wurden – insbesondere dort, wo die Laufstrecke neu war.

Dem jungen Paar hätte mehr Information über die Strecke wohl aber auch nicht geholfen. Denn manches lässt sich nicht planen.

 

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