Anthony Joashua knockt Alexander Powetkin aus Boxen: Schwächeanfall und ein brutaler Knockout im Wembley

Anthony Joahua schickt seinem Kontrahenten eine satte Gerade. Foto: dpa

Anthony Joshua besiegt Alexander Powetkin, wackelt aber dabei selbst. Jetzt will er WBC-Champ Wilder.

 

London - Der König des Schwergewichts wackelte bedenklich, er wankte, aber er fiel dann doch nicht. Der Brite Anthony Joshua, der seit seinem spektakulären Sieg über Wladimir Klitschko, der fast ein Jahrzehnt die Riege der schweren Jungs mit seinen Eisenfäusten dominiert hatte, als Retter des Boxens gefeiert wird, wandelte am Rande des Knockouts, doch am Ende triumphierte der Muskelberg und schlug seinen 39 Jahre alten Herausforderer Alexander Powetkin in der siebten Runde brutal K.o.

"Powetkin war ein harter Herausforderer. Das hat er bewiesen. Aber ich wollte unbedingt gewinnen", sagte der 28 Jahre alte WBA-, WBO- und IBF-Weltmeister, als er sich alle Gürtel umgehängt hatte. Joshua ist damit in seinen 22 Profikämpfen weiter unbesiegt.

Doch wie schon 2017 im anderen Duell der Olympiasieger gegen Klitschko (1996), in dem Joshua (2012) in der 6. Runde am Boden war, befuhr Joshua auch gegen Olympiasieger Powetkin (2004) bereits die Verliererstraße, ehe er das Steuer noch mit aller Kraft herumreißen konnte.

Joshua hat das Wembley bereits gebucht

Powetkin kam mit harten Schlägen durch, brach Joshua das Nasenbein, der Brite wankte. "Ich wusste, dass Powetkin stark im Kopf war, aber schwach im Körper. Ich habe es nur durcheinandergebracht", sagte Joshua, der seine größere körperliche Fitness ausnützen konnte. In der siebten Runde das Ende aller WM-Träume für Ex-Weltmeister Powetkin – zwei Niederschläge, ein brutaler Knockout, das war’s.

Die 80.000 Fans im Londoner Wembley-Stadion feierten Joshua trotz seiner Schwächeanfälle frenetisch. Und der 28-Jährige will sich jetzt auch noch den letzten Gürtel in die Sammlung holen, den der WBC. Den hat im Moment der Amerikaner Deontay Wilder inne und wird ihn am 1. Dezember in Las Vegas gegen Tyson Fury verteidigen. Joshua hat das Wembleystadion für den 13. April 2019 bereits für den Showdown der Weltmeister gebucht. "Ich werde alle Herausforderer schlagen, um Wilder zu bekommen", sagte Joshua und fügte mit beißender Ironie an: "Möge sich der Champion hierher bequemen und sich mit mir einen schönen, altmodischen Fight liefern."

 

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