Anschlagspläne des NSU in Köln NSU: BKA-Ermittlerin als Zeugin geladen

Die Angeklagte Beate Zschäpe im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in Münche zwischen ihren Anwälten Anja Sturm (l) und Wolfgang Stahl. Foto: dpa

Im NSU-Prozess ist am Donnerstag eine Ermittlerin des Bundeskriminalamts (BKA) geladen, die über geplante Anschlagsziele des "Nationalsozialistischen Untergrunds" in Köln aussagen soll.

 

München - Im NSU-Prozess ist am Donnerstag eine Ermittlerin des Bundeskriminalamts (BKA) geladen, die über geplante Anschlagsziele des "Nationalsozialistischen Untergrunds" in Köln aussagen soll. Dazu wertete die Polizistin eine DVD aus, auf der sich Daten aus einem Computer des NSU-Trios befanden. Die Untersuchung soll auch Hinweise dazu liefern, warum der NSU die Kölner Keupstraße als Ort für den Nagelbombenanschlag im Juni 2004 auswählte.

Bei dem Anschlag auf die von türkischen Zuwanderern geprägte Straße waren 22 Menschen teils schwer verletzt worden. Hauptangeklagte in dem Prozess ist Beate Zschäpe. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr vor, sie habe die Opfer des Anschlags "heimtückisch und aus niederen Beweggründen mit gemeingefährlichen Mitteln" töten wollen. Zschäpe muss sich als Mitglied des "Nationalsozialistischen Untergrunds" außerdem für zehn Morde aus überwiegend rassistischen Motiven verantworten.

 

0 Kommentare