Anrufe bei der Polizei Besorgte Münchner melden Außerirdische am Himmel

Ein Blick in den Himmel. Der helle Punkt rechts ist die Venus. In der Mitte ist klein der Jupiter zu sehen. Foto: Peter Komka/MTI/dpa

Nervöse Anrufer bei der Münchner Polizei verwechseln die leuchtende Venus mit einem Ufo.

 

München – Die Einsamkeit in der Corona-Pandemie scheint manchen angespannten Zeitgenossen zunehmend aufs Gemüt zu schlagen. Manche dürften auch nur etwas zu oft die Serie "Akte X" gesehen haben.

In der Nacht auf Mittwoch meldeten sich nämlich mehrere Münchner telefonisch in der Einsatzzentrale der Polizei. Ein "helles Licht" am Himmel beunruhigte sie. Das "verdächtige, verwaschene Leuchten" schwebe etwa 500 Meter über der Stadt am Himmel, teilte eine Anruferin mit. Mancher schien wohl zu glauben, die Aliens seien bereits im Anflug auf die Landeshauptstadt. In der Coronakrise kursieren im Internet vor allem auf bestimmten Foren und in Chatgruppen die wildesten Gerüchte und Falschmeldungen. Die Polizei ging den Ufo-Gerüchten nach. Ganz ohne die FBI-Agenten aus "Akte X", Dana Scully und Fox Mulder.

Venus über München bis Ende März gut zu sehen

Mit Hilfe einer Astro-App identifizierten die Beamten den hellen Punkt am Himmel: Es war und ist die Venus. Der Planet ist in klaren Nächten besonders gut zu sehen. Der strahlende Abendstern, wie die Venus auch genannt wird, steht nach Sonnenuntergang 4,5 Stunden am Himmel.

Bis Ende März ist die Venus noch gut zu beobachten. Man kann das Naturphänomen also noch ein paar Nächte lang genießen. Sorgen machen muss sich aber niemand. Aliens sind nicht im Anflug, beruhigt die Polizei.

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