Angst vor Kündigungen Wegen "Effizienz"-Plänen: Verunsicherung bei MAN

MAN-Produktion in München. Foto: dpa

Die Personalkosten sollen laut Betriebsrat von MAN gesenkt werden - nun haben viele Mitarbeiter Angst davor, gekündigt zu werden.

 

München - Bei dem Münchner Nutzfahrzeugunternehmen MAN Truck & Bus gibt es derzeit Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Betriebsrat – mit dem Ziel, effizienter zu werden und Personalkosten zu senken. Das bestätigt das Unternehmen auf AZ-Anfrage.

Dem vorausgegangen war ein anonymer Brief, der von massenhaften Kündigungen und Aufhebungsverträgen berichtete, zu denen Mitarbeiter von MAN gedrängt worden sein sollen. Mitarbeiter seien verunsichert und würden belogen, auch ein Sozialplan werde derzeit erstellt, heißt es in dem Schreiben.

MAN dementiert Anschuldigungen

Diese Anschuldigungen dementiert MAN. Man könne zwar, da die Verhandlungen noch laufen, keine Aussagen zu einzelnen Positionen und Verhandlungsständen veröffentlichen. Jedoch seien betriebsbedingte Kündigungen bis mindestens 2025 ausgeschlossen. Der Hintergrund: Die Konzernmutter VW will die dominierende MAN-Lastwagensparte und den Lastwagenbauer Scania an die Börse bringen. In diesem Zuge hat VW die Maschinenbausparte von MAN übernommen – und allen 31 000 MAN-Mitarbeitern in Deutschland eine Standort- und Beschäftigungsgarantie bis 2025 gegeben.

Wie ein Sprecher des MAN-Betriebsrats der AZ bestätigt, gehe es in den derzeit geführten Verhandlungen um Leistungen, die über den Tarifvertrag hinausgehen – etwa um Ergebnisbeteiligungen oder unbezahlte Mehrarbeit. Von Massenentlassungen könne dagegen keine Rede sein.

 

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