Angehörige fordern Erklärungen Hinterbliebene von MH370-Opfern belagern malaysische Botschaft

Tumultartige Szenen vor der malaysischen Botschaft in Peking. Die Angehörigen der Opfer von Flug MH370 demonstrieren für eine schnell Aufklärung der Unglücksumstände. Foto: dpa/AFP

Nach der Trauer kommt die Wut. Aufgebrachte Angehörige der Absturzopfer von Flug MH370 belagerten die malaysische Botschaft in Pekin. Sie fordern schnelle Aufklärung.

 

Peking – Etwa 200 Angehörige von Passagieren des Unglücksflugs MH370 haben am Dienstag vor der malaysischen Botschaft in Peking protestiert. "Bringt unsere Verwandten zurück", schrien die aufgebrachten Hinterbliebenen. Sie forderten von den malaysischen Behörden Klarheit über das Schicksal der Flugzeuginsassen. Als einige von ihnen sich den anwesenden Journalisten nähern wollten, kam es zu einem Handgemenge mit dem Sicherheitspersonal vor der Botschaft. Die Familien der Passagiere waren zuvor Arm in Arm von einem Hotel in Peking zu der Botschaft marschiert. Dabei beschimpften sie die malaysische Regierung als "Mörder".

Einer der Demonstranten sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Behörden seien über den Protest informiert gewesen. Demonstrationen auf Pekings Straßen sind ein seltenes Bild. Normalerweise werden sie von den Sicherheitskräften unterbunden. Diesmal sicherte die Polizei die Kundgebung jedoch ab und stoppte an Kreuzungen den Verkehr.

Die Suche nach dem Wrack des in den Indischen Ozean gestürzten Flugzeugs wurde unterdessen wegen schlechten Wetters unterbrochen. Stürme mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern fegten den Angaben zufolge über das Suchgebiet im südlichen Indischen Ozean hinweg. Starker Regen und tief hängende Wolken behinderten die Sicht.

Das Flugzeug mit 239 Insassen war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking aus bislang ungeklärten Gründen von den Radarschirmen verschwunden. Nach Angaben der malaysischen Regierung stürzte Flug MH370 in einem abgelegenen Gebiet auf der Höhe der westaustralischen Stadt Perth ins Meer. Zwei Drittel der Insassen waren Chinesen.

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