Anfrage im Stadtrat Gewofag-Wohnungen: Heizung umstellen?

Das Heizen mit Nachtspeicheröfen ist teuer, für die Gewofag-Wohnungen in der Grafinger Straße fände CSU-Stadtrat Marian Offmann deshalb eine Umstellung auf Gas sinnvoller. Foto: dpa

Ein Stadtrat will wissen, warum in den geförderten städtischen Wohnungen in der Grafinger Straße mit teurem Wärmestrom geheizt wird.

 

Berg am Laim - Um die Heizungs-Versorgung der städtischen Wohnungen in der Grafingerstraße 52 - 92 dreht sich eine Anfrage von CSU-Stadtrate Marian Offmann.

Ist eine Heizung mit teurem Wärmestrom zeitgemäß, noch dazu im geförderten Wohnungsbau, wo viele Mieter mit geringem Einmkommen leben? Diese Frage stellt der CSU Stadtrat Marian Offmann  an die Stadtverwaltung.

In seiner Anfrage führt er aus, dass in den von der städtischen Gewofag verwalteten Wohngebäuden aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts durch Nachtspeicheröfen mit SWM-Wärmestrom geheizt werde.

Die Sozialbindung für diese Wohnungen in der Grafinger Straße 52 - 92 sei zwischenzeitlich ausgelaufen, schreibt er. Gemäß eines Stadtratsbeschlusses sei für Mieter mit geringem Einkommen die Nettomiete aber bei etwa sechs€ Euro pro Quadratmeter gedeckelt.

Auf den großen Dachflächen seien Solarzellen installiert worden, die Verwertung der so gewonnenen Energie erfolge über Greencity. Nach einer Vielzahl von Strompreiserhöhungen der SWM für den Wärmestrom ist dieser unter allen Energieträgern die weitaus teuerste Variante für Heizenergie.

Offmann argumentiert: "Während monatlich mit Wärmestrom pro Quadratmeter nicht unter zwei Euro geheizt werden kann, liegen vergleichbare Werte für Gas unter einem Euro und für Fernwärme darüber bis 1,70 Euro. So werden Mieter mit geringem Einkommen mit höchstmöglichen Energiekosten zur Kasse gebeten."

der Stadtrat schreibt in seiner Anfrage: "Dem Vernehmen nach befinden sich in der Grafinger Straße sicherlich Fernwärmeleitungen und möglicherweise auch Gasleitungen verlegt. Deshalb sollte ein Umbau der Heizsysteme auf Gas - oder Fernwärmeversorgung geprüft werden. Dabei ist unter sozialen Gesichtspunkten wegen der geringsten Kosten eine Versorgung auf Basis von Erdgas vorziehenswürdig."

Der Fragenkatalog im Wortlaut:

1. Wem kommt der Nutzen aus der gewonnenen Solarenergie zu Gute?

2. Wie beurteilen Sie unter sozialen Gesichtspunkten eine Versorgung von Mieterinnen und Mietern mit geringem Einkommen mit dem teuren Wärmestrom?

3. Gibt es Pläne bei der GEWOFAG für eine Umstellung auf Gas - oder Fernwärmeversorgung in der Grafinger Straße 52 - 92?

4. Gibt es Informationen, ob in der Grafinger Straße auch Gasleitungen verlegt sind und gibt es unter sozialen Gesichtspunkten auch die Option der Erdgasversorgung in der Wohnanlage?

5. In wie vielen Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugese llschaften insgesamt wird mit Wärmestrom geheizt?

 

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