An nur zwei Tagen Polizei beendet vier illegale Straßenrennen in München

Gleich vier illegale Straßenrennen gab es am langen Wochenende in München. Foto: Daniel Karmann/dpa

Am langen Pfingstwochenende hat die Polizei gleich vier Mal illegale Straßenrennen beendet. Die Betroffenen müssen mit hohen Bußgeldern rechnen. Teils wurden auch die Autos beschlagnahmt.

 

München - Gleich vier Mal sind am langen Wochenende Münchner bei illegalen Straßenrennen aufgefallen.Teilweise rasten die Fahrer mit 160 Sachen durch die Stadt, einer war dabei sogar noch betrunken, ein zweiter hatte keinen Führerschein.

Fall 1: Am Samstag, gegen 21 Uhr, konnte eine Polizeistreife am Frankfurter Ring (Milbertshofen) zwei Motorräder und ein Quad dabei beobachten, wie diese mit überhöhter Geschwindigkeit Fahrzeuge auf beiden Fahrspuren überholten. An der Kreuzung zur Schleißheimer Straße positionierten sich die drei Fahrzeuge nebeneinander an der Haltelinie. Zwischen den drei Fahrern fand eine Diskussion statt, vermeintlich ging es hierbei um eine Absprache zu einem Rennen.

Als dann die Ampel auf Grün schaltete, beschleunigten alle drei bis auf etwa 100 km/h. Erst jetzt konnten die Fahrer durch die Polizei gestoppt werden. Es handelte sich um einen 34-Jährigen aus München mit einem Yamaha Quad, einen 30-jährigen Münchner mit einer Suzuki und einen 17-Jährigen aus München, der ebenfalls auf einer Yamaha unterwegs war.

Der Jugendliche hatte keine gültige Fahrerlaubnis. Gegen die drei Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Zudem erwartet den Fahrer der Suzuki eine Strafanzeige nach dem Führerscheinrecht.

Betrunkener rast durch Schwabing

Fall 2: Ebenfalls am Samstag, gegen 22:15 Uhr, erhielt die Polizei eine Mitteilung über ein illegales Kraftfahrzeugrennen in der Gertrud-Grunow-Straße (Schwabing). Mehrere Passanten hielten einen Fahrzeugführer fest, der kurz zuvor ein Rennen gefahren sein soll. Zwei Streifen der PI 47 trafen vor Ort einen 25-Jährigen mit Wohnsitz im östlichen Münchner Landkreis an.

Bei der Kontrolle des 25-Jährigen konnte ein Atemalkoholwert von über einem Promille festgestellt werden. Gegen den VW-Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr infolge Alkohol und die Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen eingeleitet. Vor Ort wurde der Führerschein des Mannes sichergestellt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde von einer Beschlagnahme des Fahrzeugs abgesehen.

Mit 160 km/h durch Ramersdorf

Fall 3: Am Montag, gegen 01:25 Uhr, fielen einer Polizeistreife zwei Fahrzeuge auf, die mit überhöhter Geschwindigkeit auf dem Innsbrucker Ring in südlicher Fahrtrichtung unterwegs waren. Von einer Ampel aus starteten der BMW und der Audi und beschleunigten auf etwa 160 km/h. Beide Fahrzeuge konnten gestoppt werden.

Gegen beide Fahrer (ein 36-Jähriger und ein 29-Jähriger aus München) wurde Strafanzeige wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Nach Anordnung der Staatsanwaltschaft München I wurden beide Führerscheine sowie die beiden Fahrzeuge beschlagnahmt.

Rennen mit Leihwagen in Milbertshofen

Fall 4: Bereits zuvor, gegen 20:05 Uhr, konnten Polizisten zwei Autos feststellen, die auf der Schleißheimer Straße (Milbertshofen) an der Kreuzung zur Detmoldstraße ihre Fahrzeuge stark beschleunigten. Die beiden BMW wechselten bis zur nächsten Ampel in einer aggressiven Fahrweise jeweils die Fahrspuren. Beide Autos konnten angehalten werden.

Gegen die 20- und 26-jährigen Münchner wurde ein Ermittlungsverfahren wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen eingeleitet. Die Führerscheine beider Tatverdächtigen wurden beschlagnahmt. Es handelte sich um Leihwagen, die der vermietenden Firma übergeben wurden.

Bei allen vier Fällen führt die Münchner Verkehrspolizei die weiteren Ermittlungen.

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