An Bushaltestelle in Aschheim Jugendgang verprügelt Münchnerin - Polizist zieht private Waffe

, aktualisiert am 03.09.2019 - 18:42 Uhr
Die Jugendlichen gingen auf die Münchnerin los und schlugen sie zu Boden. Foto: dpa

Eine Gruppe Jugendlicher verprügelt an einer Bushaltestelle in Aschheim eine 38-jährige Münchnerin. Auch ein zufällig vorbeikommender Polizist wird attackiert. Es fallen "Sieg Heil"-Rufe.

 

München - Eine Münchnerin (38) ist Donnerstagnacht gegen ein Uhr von einer Gruppe Jugendlicher verletzt worden. Die Teenager schlugen und traten auf die Frau ein. Dabei brüllten sie nationalsozialistische Parolen.

Wie die Polizei berichtet, saß die Münchnerin an einer Bushaltestelle in Aschheim, als die circa 12-köpfige Gruppe plötzlich vorbeikam. Die Jugendlichen gingen auf die Frau los, schlugen und traten auf sie ein. Auch, als sie schon am Boden lag, hörten sie mit den Schlägen und Tritten nicht auf. Auch "Sieg Heil"-Rufe sollen dabei gefallen sein.

Täter brüllen Nazi-Parolen

Ein Polizist, der zufällig in der Nähe war, wurde auf die Situation aufmerksam und eilte zu Hilfe. Er gab sich sofort als Polizeibeamter zu erkennen, forderte die Gruppe auf, von der Frau abzulassen und nahm einen der Jugendlichen vorläufig fest. Dieser wehrte sich allerdings massiv.

Seine Freunde bedrängten den Polizisten und bedrohten ihn. Der 48-jährige Beamte zog daraufhin seine private Schusswaffe, um sich und die Frau vor weiteren Angriffen zu schützen. Daraufhin zogen sich die Jugendlichen einige Meter zurück.

Polizist zieht private Waffe

Bevor die Situation weiter eskalieren konnte, traf eine alarmierte Polizeistreife in der Erdinger Straße ein und unterstützte den 48-Jährigen bei der Festnahme. Die restliche Personengruppe floh vom Tatort. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 16-Jährigen aus dem Landkreis München. Er wurde nach der Sachbearbeitung seinen Eltern übergeben.

Jetzt ermittelt der Staatsschutz zu den Hintergründen und dem Motiv der Tat. Derzeit wird auch geprüft, ob die Jugendgruppe auch für weitere Delikte im Bereich des Tatorts verantwortlich ist.


Zeugenaufruf: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Erdinger Straße / Marsstraße / Saturnstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23 bzw. 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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