Ampere im Muffatwerk „Munich Rocks“ bei freiem Eintritt

So sind die Federnelken: Auch ihre Musik ist voller Bewegung. V.l.: Bassist Markus Gruetzner, Sängerin Vroni Gast, Gitarrist Pizo Bothanik und Schlagzeuger Alfons Hefter. Foto: Federnelken

Am Donnerstag stellen sich bei „Munich Rocks“ im Ampere drei Münchner Acts vor: Federnelken, Phantone und ein Songwriter mit dem Künstlernamen Young Fast Running Man

 

Wer es mit Tom Petty hält, der kann sich ruhigen Gewissens mal das Lied „Little Thing“ des Münchner Künstlers Young Fast Running Man anhören. Da ist viel von dem zu hören, was man beim etwas reiferen Petty oft und gern hörte: eine treibende Akustikgitarre, einprägsame Licks, eine feine E-Gitarre, ein melodiöser Bass – insgesamt ein traditionsseliger Blick in die Sechziger und Siebziger.

Nun ist es etwas viel verlangt, von dem Münchner Songwriter, der bürgerlich Fabian Hertrich heißt, dieselbe Liedkunst zu erwarten wie sie einer der Allergrößten zelebrierte. Aber was man auf dem Album „Young Bird“ so hören kann, ist sehr gut gespielter Roots-Rock mit Blue Notes und Slide-Gitarren, durchaus in Nähe seiner erklärten Einflüsse Eric Clapton, Peter Green, Nick Drake und Mark Lanegan. Und wie sowohl Albumtitel als auch Künstlername andeuten, handelt das Album von jugendlicher Neugierde, Entdeckungsdrang und dem Wunsch nach Freiheit und Selbstbehauptung.

Die Federnelken geben die Losung des Abends aus

Wie das Ganze live mit seiner Band „Young Birds“ klingt, können Münchner Musikfans heute bei Munich Rocks im Ampere erleben. Die traditionelle Konzert-Reihe präsentiert schon seit 2009 Münchner Bands und Künstler – stets bei freiem Eintritt.

Young Fast Running Man ist der erste Act, nach ihm spielt das Quartett Federnelken. Sein aktuelles Video hat einen Titel, den die Zuschauer aus Sicht von Wirt und Band gern als Motto des Abends nehmen können: „Trink & Tanz“. Der energische, vorwärtstreibende Song erscheint auf einer EP, deren Veröffentlichung die Band im Ampere feiert. Und diese hat wiederum einen Titel, den wir uns als Motto alle gern zu eigen machen würden: „Endlich reich“.

Die Band aus München und Umgebung spielt nach Selbstauskunft „Populärmusik zwischen Hirschauerstüberl und Mittlerem Ring“. Wollte man die Band musikalisch statt räumlich verorten, läge man wohl mit gitarrenlastigem Indie-Rock nicht daneben.

Zugereiste nicht ausgeschlossen

Sängerin und Gitarristin Vroni Gast singt dazu in sehr direkter Sprache über Liebe, Politik und das Leben in der Stadt – und das überwiegend in einem Bairisch, das auch Zugereiste nicht ausschließt. Am Schlagzeug sitzt Alfons Hefter, der seit langem bei der bekannten Münchner Punkband „Ramonas“ spielt und sich am Dienstag in der dreieinhalbstündigen „Elvis Presley Show“ durch den halben Songkatalog der Fünfziger Jahre trommelte.

Die dritte und letzte Band des Abends ist musikalisch die härteste: Die 2017 gegründete Münchner Band Phantone wurde vom Grunge der Neunziger, aber auch von älteren Bands wie Led Zeppelin beeinflusst. Ihr Song „Damn Damn“ beginnt gleich mal mit einer Verbeugung vor deren „Good Times Bad Times“. Und all das heißt natürlich: Hier stehen kraftvolle Gitarren-Riffs im Zentrum, und das Hemd des Schlagzeugers dürfte am Ende von „Munich Rocks“ durchaus Spuren von Schweiß aufweisen.

Ampere, 20. Februar, 20.30 Uhr, Einlass um 20 Uhr, Eintritt frei

 

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