Am Nockherberg Klos werden zum Café: Crönlein für den Kronepark

Aus den stillgelegten Toiletten am Nockherberg wird gerade ein Café. Foto: Daniel von Loeper

Die ehemalige Bedürfnisanstalt am Nockherberg wird bald wieder offen sein – als Café mit Freisitz.

 

Au - Die Pläne geisterten schon vor Jahren herum, fast gerieten sie in Vergessenheit. Jetzt wird es plötzlich ganz konkret: Aus den ehemaligen Toiletten am Nockherberg wird eine kleine Gastronomie. Riffraff-Macher Florian Falterer eröffnet hier mit Kompagnon Timothy Hanghofer das Café Crönlein – und zwar Anfang Juni.

Falterer hat bei diesem neuesten Projekt einen langen Atem bewiesen. 2014 stellte er Idee und Konzept für die ehemalige Bedürfnisanstalt aus dem Jahr 1903/04 dem Bezirksausschuss (BA) vor, 2015 gab es dann die Einigung mit dem Kommunalreferat, das der Verpächter ist. 2016 folgte die Baugenehmigung. Das Ex-Häusl samt dem darüberliegenden Plateau auf der Freitreppe kann als Kleingaststätte mit Freischankfläche genutzt werden. Falterers Konzept hat sich über die Jahre kaum verändert, "nur in ein paar Details", sagt er. 25 Besucher finden auf der Terrasse Platz, der gut 13 Quadratmeter große Gastraum besteht vor allem aus einem Tresen.

Café Crönlein: außen historisierend, innen zeitlos und sachlich

Vor dem Start des Ausbaus galt es einen im wahrsten Sinne dicken Brocken zu beseitigen: 1985 hatte man einen Teil der Räume mit mehr als 20 Kubikmetern Beton verfüllt. Die wurden nun in wochenlanger Arbeit herausgestemmt.

Jetzt ist das Crönlein fast fertig: Außen historisierend, wird es innen zeitlos und sachlich. Boden und Theke aus (Sicht)Beton werden kombiniert mit alten Holz-Dielen aus einem Obergiesinger Altbau und Lampen im Bauhaus-Stil.

Geöffnet werden soll immer ab 11 Uhr, es gibt Kaffee, Salate, frisch gebackene Waffeln oder kleine Pizzen. Besucher des Kroneparks oberhalb können sich mit Picknick versorgen, das wird vor allem die Spielplatz-Eltern und -Kinder freuen. Bei den Zutaten achtet man auf Bio und Nachhaltigkeit. Zu trinken gibt’s hausgemachte Limo, Bio-Weine, lokale Craft-Biere oder von Paulaner, aber auch – als besondere Spezialität – eine Auswahl an südfranzösischem Pastis.

Was vielleicht auch nicht ganz nebensächlich ist: eine (zu den Öffnungszeiten) frei zugängliche Unisex-Toilette gibt es hier dann auch wieder. In seinem Riffraff übrigens hat Florian Falter gerade auch viel zu tun: Weil es immer wieder Ärger um die Lautstärke gibt, wird ab 13. Mai erst einmal zugesperrt. Dann wird umgebaut und einiges verändert – für den Lärmschutz. "Das war so kein Zustand", sagt Falterer. Nach gut einem Monat will er dann wieder aufmachen.

 

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