Am Hauptbahnhof ausgebüxt Flüchtiger Pudel-Terrier hält die Polizei in Atem

Nach dreistündiger Flucht ließ sich Pudel-Terrier "Quinzy" widerstandslos von der Polizei festnehmen und landete in der Gewahrsamszelle. Foto: Bundespolizei

Ein kleiner, quirliger und leicht bissiger Pudel-Terrier sorgt am Donnerstagmittag für eine stundenlange Suchaktion der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof.

 

München - Er sieht so süß und putzig aus, aber der kleine "Quinzy", ein neunjähriger Pudel-Terrier, hat am Donnerstagmittag die Bundespolizei am Hauptbahnhof für mehrere Stunden ganz schön auf Trab gehalten.

Sein Besitzer, ein 37-jähriger Rollstuhlfahrer aus Telfs in Tirol, hatte "seinen einzigen Freund" mit dessen Hundeleine an seinem Rollstuhl befestigt. Als sich sein Herrchen am Schalter ein Zugticket kaufen wollte und sich dafür etwas aufrichten musste, ließ er seinen Hund ganz kurz von der Leine. Der neunjährige "Quinzy" erkannte die Gunst der Stunde und nutzte die kurze Freiheit um Reißaus zu nehmen, teilte die Bundespolizei mit.

Hund schnappt zu und flüchtet - Polizei sucht stundenlang

Kurz nach der erfolgreichen Flucht meldeten sich vier Männer in der Bahnhofswache. Einer von ihnen, ein 24-Jähriger aus Fürstenfeldbruck, zeigte den Beamten einen stark blutenden Finger. Beim Versuch ihn einzufangen, hatte "Quinzy" zugeschnappt, dem Mann in den Finger gebissen und erneut die Flucht ergriffen. Trotz des fließenden Blutes erwies sich die Wunde am Ende doch als eher harmlos und konnte von den Polizeibeamten mittels Pflaster versorgt werden. Nach dem bissigen "Täter" wurde eine sofortige "Fahndung" im Bereich des Münchner Hauptbahnhofes eingeleitet.

"Quinzy", der nun wegen "Körperverletzung" gesucht wurde, war zunächst am Starnberger Flügelbahnhof und Gleis 34 in Richtung Hackerbrücke unterwegs, konnte dann aber die ihn verfolgenden Polizisten gekonnt abschütteln.

Nach drei Stunden Suche - Hund lässt sich festnehmen

In der Zwischenzeit wurde der 37-jährige Rollstuhlfahrer und Besitzer wegen der "Gewalttat" seines Freundes von der Bundespolizei einvernommen.

Knapp drei Stunden später erkannten Beamten "Quinzy" im Bereich der Arnulfstraße, beim Überqueren eines Zebrastreifens, wieder.

Mittels polizeilicher Verstärkung und Dank des Einsatzes einer Hundehaltestange gelang es den Beamten, "Quinzy" davon zu überzeugen, die Flucht zu beenden und sich der Polizei zu stellen.

Flüchtiger Pudel-Terrier "Quinzy" landet in der Zelle

Angesichts der sich in klarer Überzahl befindlichen Polizeibeamten, nahm "Quinzy" von einem weiteren Fluchtversuch Abstand, legte sich nahe der Straßenbahnschienen nieder und ließ sich anschließend von den Uniformierten widerstandlos "festnehmen".

In der Gewahrsamszelle wurde der neunjährige Pudel-Terrier zunächst mit Wasser versorgt und konnte wenig später überglücklich von seinem Herrchen in Empfang genommen werden.

Nach diesem, für alle sicherlich aufregenden Donnerstagnachmittag, machten sich "Quinzy" und sein Herrchen auf die Reise zurück ins heimische Tirol.

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