Am 2. Weihnachtsfeiertag Stachus: Polizeigroßaufgebot stoppt Massenschlägerei

Vor dem McDonald’s-Restaurant sind am Zweiten Weihnachtsfeiertag etwa 40 junge Leute aufeinander losgegangen. Foto: Bernd Wackerbauer

Am zweiten Weihnachtsfeiertag eskaliert eine Auseinandersetzung am Stachus zu einer Schlägerei mit 40 Beteiligten. Die Polizei muss dazwischengehen, es wird unter anderem wegen Landfriedensbruchs ermittelt. 

 

München/Altstadt – Von wegen "Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen". Nichts war es mit Harfenklängen und Engelsgesang zu Weihnachten. Dafür dröhnten am Zweiten Feiertag morgens gegen 6 Uhr Martinshörner am Stachus und Blaulichter blitzten in der Dunkelheit auf der Sonnenstraße. Die Polizei war mit 19 Streifenwagen und fünf VW-Bussen im Einsatz. Grund war eine Massenschlägerei vor dem Mc Donald’s.

Die ersten Anrufe in der Einsatzzentrale des Präsidiums klangen dramatisch. Bis zu 40 Personen gehen am Stachus zwischen Karlstor, Eiszauber und McDonald’s aufeinander los. Es gebe mehrere Verletzte, teilten Zeugen der Polizei mit. Sofort wurden alle verfügbaren Kräfte losgeschickt: insgesamt 19 Streifenwagen und sechs Mannschaftstransporter mit einem Einsatzzug.

Sechs Festnahmen nach Massenschlägerei am Stachus

Als die Männer und Frauen, die mit Fäusten aufeinander einprügelten und um sich traten, das Martinshorn hörten, gingen die meisten von ihnen sofort stiften und verschwanden in den umliegenden Straßen. Die Polizei nahm sechs Personen, vier Männer und zwei Frauen im Alter von 19 bis 22 Jahren vorübergehend fest. "Drei von ihnen hatten leichte Verletzungen", sagte Polizeisprecherin Marina Mozny. Die Tatverdächtigen stammen aus Deutschland und der EU, allesamt wohnen in München oder dem Landkreis.

Besonders aggressiv benahm sich ein Angestellter (22) aus dem nördlichen Landkreis. Der gebürtige Grieche trat einen Polizisten gegen das Knie. Der Beamte wurde leicht verletzt. Der Täter wurde wegen Widerstand und Körperverletzung festgenommen.

Insgesamt ruhige Weihnachten für die Münchner Polizei

Die Ermittlungen hat inzwischen das Kommissariat K 23 übernommen, zuständig für jugendspezifische Gewalttaten. Gegen die Beteiligten der Massenschlägerei wird wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Was der Auslöser für die Massenschlägerei war, ist derzeit noch unklar.

Insgesamt blieb es an Weihnachten ruhig. Die Polizei registrierte an Heiligabend 850 Einätze, am Ersten Feiertag 520 und am Zweiten Feiertag 420 Einsätze. An einem normalen Tag sind es in München rund 1.000 Polizeieinsätze.

 

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