Altstadt Vorsicht, Stoff-Bahnen: Sanierung im Stachus-Untergeschoss

Sieht aus wie auf der Laufstrecke: Die "Schwanthaler-Passage" im Stachus-Einkaufszentrum ist mit Stoffbahnen abgedeckt. Foto: Thomas Gautier

Der rissige Boden sorgt schon seit 2009 für Ärger im Stachus-Einkaufszentrum. Jetzt wird alles saniert, und die Kunden laufen auf weichem Filz statt hartem Terraplan.

 

Ludwigsvorstadt - Unter der Sonnenstraße sieht's aus wie im Leichtathletikstadion: Die Schwanthaler-Passage im Stachus-Einkaufszentrum ist mit grauen Stoffbahnen komplett ausgelegt, man geht nicht auf dem harten Boden, sondern auf weichem Filz.

Aber warum? Der Stoff soll den Boden des Einkaufszentrums schützen. Der wird laut Centermanagerin Inge Vogt seit Anfang Januar "grundlegend saniert" - und das nicht nur in der Passage, sondern im ganzen Einkaufszentrum, sagt Vogt. "Derzeit sind auch Teile des Rondells abgedeckt". Das Ganze werde "auch noch die nächsten Wochen so sein".

Der Boden in den Stachus-Passagen sorgt schon seit Jahren für Probleme: Im November 2009 entstehen im frisch gegossenen Terraplan-Boden in der C-Passage unter den Tramhaltestellen in der Sonnenstraße hunderte so genannter "Schwundrisse". Grund: Der Belag ist zu schnell getrocknet, auf einmal schaut der glatte, cremeweisse Boden aus wie Marmor. 2010 werden die Risse versiegelt, die LBBW beauftragt weitere Gutachter.

2011: Die Stachus-Passagen werden feierlich eröffnet. Die Risse sind noch da. Die LBBW verspricht: Der Makel/Mangel werde in den nächsten Monaten behoben. Im Juni 2012: steht ein Konzept für die Bodensanierung.

Jetzt wird der Boden zwischen 21.30 Uhr und 6 Uhr früh geschliffen und poliert, die frisch bearbeiteten Flächen werden anschließend abgeklebt. Und wann hat der die unendliche Boden-Geschichte ein Ende? "Mitte, Ende Mai", sagt Inge Vogt. Die Sanierung bezahlen muss übrigens die Baufirma.

 

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