Alarm an den Unis Studenten leiden immer häufiger unter Prüfungsangst

Ort des Lernens – oder der Angst? Die LMU in München. Foto: AZ-Archiv

Die steigende Leistungsorientierung an Bayerns Universitäten bleibt nicht ohne Folgen. Immer mehr Studenten nutzen wegen ihrer Prüfungsängste die Dienste psychologischer Beratungen.

München - Studenten in Bayern scheinen häufig unter Prüfungsangst zu leiden. Entsprechende Beratungsangebote werden an den Unis stark nachgefragt. Die Universitäten in Augsburg, Bayreuth, Regensburg und München gaben auf Anfrage an, dass sich psychologische Beratungen wegen leistungsbezogener Ängste großer Beliebtheit erfreuen.

Die psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks München hatte 2018 im Vergleich zum Vorjahr 20 Prozent mehr Anmeldungen zu Erstgesprächen. Diese Tendenz besteht laut der Ludwig-Maximilians-Universität seit mehreren Jahren und lässt sich auf die zunehmende Zahl der Studenten, aber auch auf eine Steigerung des Bedarfs zurückführen.

Schlafstörungen und Angstzustände

Ein Grund sei die steigende Leistungsorientierung im Studium. Wie viele Studenten allein wegen Prüfungsängsten die Beratung aufsuchten, wurde nicht genannt. 40 Prozent kämen zumindest vordergründig wegen studienbezogener Probleme. Allerdings würden sich die Themen auch im Hinblick auf die persönliche Lebenssituation der Studenten häufig vermischen.

Prüfungsangst kann sich individuell sehr unterschiedlich äußern. Häufige Symptome sind jedoch nach Angaben der Universitäten Erschöpfung, Schlafstörungen, Vermeidungsverhalten und Angstzustände.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) bedauert den an manchen Hochschulen festgestellten Trend. Er empfiehlt den Studenten, bei Bedarf nicht zu zögern und die angebotenen Beratungs- und Coachingangebote der Hochschulen in Anspruch zu nehmen.

 

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