Aktuelle News aus Brüssel Newsblog zum Nachlesen: Terrorverdächtiger Laachraoui ist tot

Die beiden Männer links auf dem Bild sprengten sich im Flughafen in Brüssel in die Luft. Der dritte Verdächtige konnte flüchten und soll am Mittwoch gefasst worden sein. Foto: dpa/AZ

Zwei Brüsseler Brüder haben das tödliche Attentat auf dem Flughafen der EU-Hauptstadt verübt. Möglicherweise befinden sich auch Deutsche unter den Opfern. Der AZ-Newsblog zum Nachlesen.

 

Brüssel - Die Terrorserie von Brüssel geht auf das Konto eines islamistischen Bruderpaars, das auch Verbindungen zu den Attentätern von Paris hatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sprengte sich einer der Brüder auf dem Flughafen in die Luft. Kurze Zeit später zündete der andere eine Bombe in der U-Bahn.

  • Die drei Selbstmordattentäter von Brüssel wurden identifiziert. Aus Sorge vor weiteren Anschlägen galt in Belgien weiter die höchste Terror-Warnstufe. Auch in vielen anderen europäischen Ländern waren die Sicherheitsbehörden alarmiert.
  • Insgesamt starben bei der Terrorserie in der Europa-Stadt am Dienstag nach neuen Angaben mindestens 31 Menschen. Mehr als 270 wurden verletzt. Befürchtet wird, dass sich die Zahl der Todesopfer in den nächsten Tagen noch erhöht.
  • Unter den Verletzten sind auch mehrere Deutsche, darunter ein schwer verletzter Mann. Das Auswärtige Amt schloss auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden. Bislang war nur bekannt, dass eine deutsche Frau eine Rauchvergiftung erlitten hatte.

Die Entwicklung in Brüssel im AZ-Newsblog:

+++ Alle Selbstmordattentäter von Brüssel identifiziert +++

Nach den Terroranschlägen in Brüssel mit mindestens 31 Toten sind die drei Selbstmordattentäter identifiziert. Alle sind in Belgien geboren und hatten Verbindungen zu den islamistischen Drahtziehern der Anschläge von Paris. Es handelt sich um die Brüder Ibrahim (29) und Khalid (27) El Bakraoui und Medienberichten zufolge um den 24-jährigen Najim Laachraoui. Noch gefahndet wird nach einem Komplizen, der vom Flughafen geflüchtet sein soll. Mehr dazu hier.

+++ Gesuchter Terrorverdächtiger Laachraoui ist tot +++

Der seit Tagen gesuchte Terrorverdächtige Najim Laachraoui ist nach belgischen Medienberichten tot. Er sei einer der Selbstmordattentäter gewesen, die sich am Dienstag auf dem Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt hatten, berichtete der Sender RTBF am Mittwochabend.

+++ Erdogan: Attentäter von Brüssel wurde aus Türkei ausgewiesen +++

Einer der Attentäter von Brüssel ist nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im vergangenen Jahr aus der Türkei ausgewiesen worden. Die belgischen Behörden hätten den Mann nach der Ausweisung im Juli aber trotz der Warnungen der Türkei freigelassen, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara.

+++ DFB-Team spielt mit Trauerflor und Schweigeminute +++

Der Weltmeister gedenkt mit Trauerflor und einer Schweigeminute beim Spiel gegen England den Terroropfern von Brüssel. Für Teammanager Oliver Bierhoff steht fest: "Das Wichtigste ist die Sicherheit der Menschen." Mehr dazu hier.

+++ Bundesanwaltschaft ermittelt wegen verletzten Deutschen in Brüssel +++

Weil bei den Terroranschlägen in Brüssel auch Deutsche verletzt wurden, will nun die Bundesanwaltschaft ermitteln. "Wir leiten ein Ermittlungsverfahren ein", sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Mittwoch. Die Zuständigkeit der obersten deutschen Strafverfolgungsbehörde ergebe sich immer dann, wenn Deutsche unter Terroropfern sind. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

+++ Belgien-Länderspiel nach Portugal verlegt +++

Das zunächst abgesagt Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Portugal soll am kommenden Dienstag im portugiesischen Leiria ausgetragen werden. Darauf einigten sich beide Verbände am Mittwoch nach Rücksprache mit den Sicherheitsbehörden, wie der belgische Verband mitteilte. Die Partie sollte eigentlich in Brüssel stattfinden, angesichts der Terrorattacken vom Dienstag war das Spiel am Mittwochvormittag allerdings zunächst komplett abgesetzt worden. Darum habe die Stadt Brüssel gebeten, hieß es zunächst.

+++ In Rosenheim Festgenomme: Keine Hinweise auf Terrorbezug +++

Bei drei in Bayern festgenommenen Kosovaren haben Ermittler bisher keine Hinweise auf einen Terrorbezug festgestellt. Ein Terrorhintergrund habe sich nicht bestätigt, sagte der bayerische Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer am Mittwoch. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es bei der Staatsanwaltschaft München.

+++ Drei EU-Kommissionsmitarbeiter verletzt +++

Nach offiziellen Angaben wurden auch drei Mitarbeiter der EU-Kommission verletzt. Das sagte EU-Kommissarin Kristalina Georgieva am Mittwoch in Brüssel. "Unsere Gedanken sind mit den Opfern der Anschläge und ihren Freunden und Familien." Die EU-Kommission stellte ihren Mitarbeitern frei, am Mittwoch von zu Hause zu arbeiten.

+++ Staatsanwalt: Offiziell 31 Tote und 270 Verletzte +++

Bei den Anschlägen in Brüssel sind nach bisherigen Erkenntnissen 31 Menschen ums Lebens gekommen und 270 verletzt worden. Das sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am Mittwoch in Brüssel. Der Generaldirektor des nationalen Krisenzentrums, Alain Lefèvre, ergänzte, es gebe noch keine endgültige Bilanz zu den Opfern der Attentate vom Dienstag.

+++ Mehrere Deutsche unter den Verletzten von Brüssel +++

Bei den Terroranschlägen in Brüssel sind auch mehrere Deutsche verletzt worden. Das Auswärtige Amt schloss am Mittwoch auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden. Mindestens ein Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft erlitt schwere Verletzungen.

+++ Bei Razzia: Testament von Ibrahim El Bakraoui gefunden +++

Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw erläuterte, Ermittler hätten einen Computer mit dem Testament von Ibrahim El Bakraoui sichergestellt. Der Rechner sei in einem Müllbehälter in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek gefunden worden. Dort hatte es am Dienstagabend Razzien nach den Anschlägen gegeben. bei denen Ermittler auch eine Art Bombenfabrik gefunden hatten.

Van Leeuw sagte, es seien unter anderem 15 Kilogramm hochexplosives Azetonperoxid (TATP), ein Koffer mit Nägeln und Schrauben, sowie weiteres Material für den Bombenbau sichergestellt worden.

+++ Nach Anschlägen: Polen nimmt keine Flüchtlinge auf +++

Die polnische Regierungschefin Beata Szydlo sieht nach den Terroranschlägen von Brüssel "derzeit keine Möglichkeit, dass Flüchtlinge nach Polen kommen". Das sagte die konservative Politikerin am Mittwoch im Gespräch mit dem Sender Superstacja.

+++ Staatsanwalt: Brüsseler Metro-Attentäter war Khalid El Bakraoui +++

Bei dem Attentäter in der Brüsseler Metro handelt es sich um Khalid El Bakraoui. Er ist der Bruder des Selbstmordattentäters vom Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am Mittwoch in Brüssel.

+++ Staatsanwalt: Ibrahim El Bakraoui als Attentäter gestorben +++

Einer der Selbstmordattentäter der Brüsseler Anschläge ist als Ibrahim El Bakraoui identifiziert worden. Er sei der Mann in der Mitte des Fahndungsfotos vom Flughafen, sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw am Mittwoch in Brüssel.

+++ Zeitung: Terrorverdächtiger Laachraoui doch nicht gefasst +++

Der Terrorverdächtige Najim Laachraoui ist offensichtlich doch nicht gefasst. Die belgische Zeitung "La Dernière Heure" berichtete am Mittwoch, im Gegensatz zu früheren Informationen des Blattes sei Laachraoui doch nicht festgenommen worden. Zuvor hatten mehrere andere Medien bezweifelt, dass ein im Stadtteil Anderlecht festgenommener Mann der mutmaßliche Dschihadist Laachraoui sei.

+++ Länderspiel zwischen Belgien und Portugal abgesagt +++

Die Angst vor weiteren Terror-Attacken hat die Stadt Brüssel dazu bewegt, die Absage des Länderspiels am Dienstag gegen Portugal zu beantragen. Der belgische Fußballverband kam dem nach.

+++  Zeitung meldet Verhaftung des Terrorverdächtigen Najim Laachraoui +++

Der gesuchte Terrorhelfer Najim Laachraoui, der auf einem Fahndungsbild der Polizei neben den beiden Selbstmordattentätern vom Brüsseler Flughafen zu sehen ist, ist offenbar gefasst worden. Laut einem Bericht der belgischen Zeitung "La Dernière Heure" und des Senders "BelRTL" haben Spezialeinheiten den 24-Jährigen in Anderlecht, einem Vorort von Brüssel, festgenommen. Eine offizielle Bestätigung von Seiten der Behörden steht noch aus.

+++ Terroristen sollen im bayerischen Kitzingen Halt gemacht haben +++

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, soll der am Freitag festgenommene Salah Abdeslam den nach den Brüssel-Anschlägen gesuchten Najim Laachraoui aus einer Flüchtlingsunterkunft in Budapest abgeholt haben. Da es bei den beiden offenbar keine Hinweise auf einen Terrorverdacht gab, konnten die Dschihadisten die österreichisch-ungarische Grenze problemlos passieren. Auf dem Weg nach Brüssel hätten die Männer dem Bericht zufolge im Raum Kitzingen in Bayern übernachtet. Das bestätigte die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe dem BR.

+++ Dritter mutmaßlicher Täter identifiziert +++

Der flüchtige Terrorverdächtige vom Brüsseler Flughafen könnte nach belgischen Medienangaben einer der Drahtzieher der Attentate in Paris mit 130 Toten vom 13. November sein. Bei dem gesuchten Verdächtigen, den eine Überwachungskamera am Brüsseler Flughafen aufnahm, könnte es sich nach Angaben des Radiosenders RTBF um den 24 Jahre alten Dschihadisten Najim Laachraoui handeln, wie die Nachrichtenagentur Belga am Mittwoch meldete. Den Informationen zufolge reiste Laachroui im Februar 2013 aus Syrien nach Europa. Er soll Anfang September unter einem falschen Namen an der österreichisch-ungarischen Grenze kontrolliert worden sein. Damals soll er in Begleitung von Paris-Attentäter Salah Abdeslam gewesen sein, der vor wenigen Tagen in Brüssel verhaftet wurde.

+++ Steinmeier ruft Russland zu gemeinsamem Kampf gegen Terrorismus auf +++

Nach den Anschlägen in Brüssel hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Russland für einen vereinten Kampf gegen den Terrorismus geworben. "Es ist in unserem gemeinsamen Interesse, gegen diese gemeinsame Bedrohung anzugehen", sagte Steinmeier zu Beginn eines Treffens mit dem russischen Chefdiplomaten Sergej Lawrow am Mittwoch in Moskau. Auch Lawrow rief seinerseits Europa zur Einheit auf. "Ich hoffe sehr, dass die Europäer angesichts der Terrorgefahr geopolitische Spiele beiseite lassen und sich vereinen", sagte er. Bei Steinmeiers Besuch in Moskau soll es auch um die Lage in Syrien und den Ukraine-Konflikt gehen.

+++ Terroristen waren polizeibekannt +++

Die beiden identifizierten Brüder waren der Polizei laut RTBF bereits als Schwerkriminelle bekannt, standen bisher jedoch nicht unter Terrorverdacht. Zuvor hatte die Zeitung "La Dernière Heure" die beiden Brüder mit dem am Freitag nach der Hausdurchsuchung festgenommenen Salah Abdeslam in Verbindung gebracht. Abdeslam wird eine Beteiligung an den Pariser Anschlägen vom 13. November mit 130 Toten vorgeworfen.

+++ Terror-Brüder lieferten sich bereits Schießerei mit Polizei +++

Khalid El Bakraoui hatte demnach unter falscher Identität auch eine Wohnung im Brüsseler Stadtteil Forest angemietet, wo es bereits am Dienstag vergangener Woche bei einer Hausdurchsuchung zu einer Schießerei mit der Polizei kam. Ein mutmaßlicher Terrorist kam dabei ums Leben, zwei Verdächtige flüchteten.

+++ Identität der Selbstmordattentäter steht fest +++

Wie der Sender RTBF am Mittwoch unter Berufung auf Polizeiquellen meldete, wurden die Brüder Khalid und Brahim El Bakraoui als Täter identifiziert. Sie sprengten sich demnach am Dienstag in der Abflughalle in die Luft und rissen etliche Menschen mit in den Tod.

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Fieberhafte Fahndung nach flüchtigem Täter

Nach den Anschlägen in der belgischen Hauptstadt Brüssel fahndet die Polizei fieberhaft nach einem flüchtigen Terrorverdächtigen und möglichen Hintermännern. Spezialeinheiten durchsuchten bis zum frühen Mittwochmorgen Gebäude in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden in einer Wohnung eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie ein Sprengsatz mit Nägeln und chemische Substanzen gefunden.

Der IS hat sich zu den Anschlägen auf den Flughafen und eine U-Bahn-Station bekannt. Dabei waren am Dienstag mindestens 34 Menschen getötet und etwa 230 weitere verletzt worden.

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Direkter Zusammenhang zwischen Paris und Brüssel nicht vermutet

In Gedenken an die Opfer rief die Regierung eine dreitägige Staatstrauer aus. In der Brüsseler Innenstadt legten Menschen am Abend Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Die Brüsseler Regionalregierung rief zu einer Schweigeminute am Mittwochmittag auf. Aus Solidarität mit den Opfern wurden zudem am Abend Wahrzeichen europäischer Hauptstädte in den Nationalfarben Belgiens angeleuchtet, darunter das Brandenburger Tor in Berlin und der Pariser Eiffelturm.

Eine eindeutige Verbindung zu den Terroranschlägen vom 13. November in der französischen Hauptstadt konnten die belgischen Ermittler zunächst nicht herstellen, wie Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw erklärte. Erst am Freitag war in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek Salah Abdeslam festgenommen worden. Dieser soll an der Pariser Anschlagsserie mit 130 Toten maßgeblich beteiligt gewesen sein.

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Aufmerksamer Taxifahrer führte Ermittler zur Wohnung der Terroristen

Auf die Spur nach Schaerbeek führte die Ermittler einem Medienbericht zufolge ein Taxifahrer. Der Mann habe dort drei Männer von einer Wohnung abgeholt und zum Flughafen gefahren, berichtete der Sender VRT. Dabei sei ihm aufgefallen, dass die Fahrgäste sich nicht mit dem Gepäck helfen lassen wollten.

Die Polizei veröffentlichte ein Bild einer Flughafen-Überwachungskamera, das drei Männer zeigt. Zwei von ihnen sprengten sich nach Angaben von Innenminister Jan Jambon als Selbstmordattentäter in die Luft. Die Bombe des dritten Mannes explodierte jedoch nicht. Nach ihm werde gefahndet, sagte Jambon dem US-Sender CNN.

Örtlichen Behörden zufolge zeigen Bilder der Videoüberwachung auch, wie einer der Verdächtigen einen Gepäckwagen in der Ankunftshalle plötzlich stehen lässt und wegläuft. Das Trio hatte sich demnach kurz nach seiner Ankunft am Flughafen getrennt und in der Abflughalle verteilt. Unklar blieb, ob der Anschlag in der U-Bahn-Station Maelbeek ebenfalls ein Selbstmordattentat war oder ob eine Bombe explodierte.

Sicherheitskräfte auf weitere Anschläge vorbereitet

Der belgische Ministerpräsident Charles Michel sagte, die Sicherheitskräfte wappneten sich gegen weitere Bluttaten. Am Abend fuhren laut Nachrichtenagentur Belga Militärfahrzeuge mit schwerbewaffneten Soldaten am Flughafen vor, um das Areal zu sichern. Der Flugverkehr soll frühestens am Donnerstag wieder aufgenommen werden können. In Schaerbeek hob die Polizei am frühen Mittwochmorgen eine Sicherheitszone auf, die für die Durchsuchungen eingerichtet wurde. Anwohner konnten in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

In ganz Europa herrscht seit den Anschlägen Terrorangst, vielerorts wurden Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die US-Regierung warnte ihre Bürger angesichts der jüngsten Anschläge vor Gefahren bei Reisen nach Europa. Mögliche Ziele von Attentätern seien etwa Touristenattraktionen oder Sportveranstaltungen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière geht davon aus, dass das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen England am Samstag in Berlin gleichwohl stattfinden kann. "Wir haben keine Hinweise auf eine Sicherheitsgefährdung, und wir wollen - wenn es irgendwie geht - unser freiheitliches Leben nicht durch den Terror beeinflussen lassen", sagte er dem "RTL Nachtjournal". Im ZDF forderte er erneut einen besseren Austausch sicherheitsrelevanter Daten in Europa.

EU-Minister sollen über Sicherheit beraten

Wie die niederländische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte, könnte es bereits an diesem Donnerstag ein Sondertreffen der für Innere Sicherheit zuständigen EU-Minister geben. Belgien habe um ein Treffen gebeten, erklärte der für Sicherheit und Justiz zuständige niederländische Minister Ard van der Steur. Ein ähnliches Treffen hatte es nach den Anschlägen von Paris vom November gegeben.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) rief dazu auf, sich dem Terror entschieden entgegenzustellen. "Der Terror hat in Brüssel zugeschlagen, aber er trifft uns alle", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "So brutal diese Anschläge waren, so entschlossen werden wir unsere Freiheit und unsere Demokratie verteidigen. Europa weicht nicht zurück und steht zusammen gegen den Terror."

Der Zugverkehr in der Region soll sich derweil am Mittwoch wieder normalisieren. Die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge sollen dann ihre Fahrten wieder aufnehmen. Sie fahren unter anderem von Nordrhein-Westfalen über Brüssel nach Paris. Auch die Deutsche Bahn will ihre ICE von Frankfurt nach Brüssel und zurück ab Mittwoch wieder regulär einsetzen. Die Eurostar-Züge zwischen London und Brüssel sollen am Mittwoch ebenfalls zum normalen Verkehr zurückkehren.

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