Aktion in Schwabing „Freudenlauf“ gegen seelischen Stress

Die Teilnehmer des Freudenlaufs waren mit erkennbarer Freude dabei. Foto: ho

Aktion des Psychologischen Dienstes für Ausländer der Caritas in München im Englischen Garten: 130 fröhliche Menschen aus allen Altersgruppen starten zu einem „Freudenlauf“.

 

Sc hwabing - Unter ihnen sind viele mit seelischen Belastungen, doch das tritt an diesem Tag in den Hintergrund. Der Regen hat aufgehört, die Sonne kommt heraus und lässt die Bäume herbstlich strahlen.

Nach einem „Warming up“ mit einer Fitness-Trainerin geht’s um 13 Uhr los. Wie beim großen Stadtlauf tragen die Teilnehmer die Caritas-Trikots mit dem Aufdruck „Mit uns läuft’s gut“.

Die fünf Kilometer Strecke legen die Frauen und Männer walkend, spazierend oder ganz sportlich joggend zurück. Mit dabei ist auch Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger, der selbst gerne läuft.

Für einige Teilnehmer, die gesundheitliche Einschränkungen haben, ist der Lauf schon eine Herausforderung.

Um so glücklicher und sehr stolz kommen sie am Ziel an. Spaß hatten aber auch die Gehbehinderten. Sie wurden in der Rikscha gefahren.

Am Ende des Laufs gab es gesunde Snacks, Getränke und Musik und die Teilnehmer ließen das Ereignis gemütlich ausklingen.

Unter dem Motto „Aktiv sein – gesund bleiben“ hatte der Psychologische Dienst für Ausländer der Caritas im Rahmen der Münchner Woche für seelische Gesundheit zum Freudenlauf eingeladen.

„Die Aktion war ein voller Erfolg“, sagte Leiterin des Dienstes, Wiltrud Wystrychowski. „Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen mit ihren Angehörigen und Freunden haben gemeinsam etwas unternommen, kamen ins Gespräch und hatten Spaß zusammen. Das ist für die Menschen, die wir betreuen nichts Alltägliches“.

Der Psychologische Dienst für Ausländer der Caritas ist ein spezielles Angebot für Migrantinnen und Migranten, der in ganz München und darüber hinaus tätig ist. Er berät im Jahr fast 900 Menschen in Lebenskrisen, Partnerschafts- und Familienkonflikten und bei psychischen Erkrankungen in deren Muttersprache und auf dem jeweiligen kulturellen Hintergrund.

„Unsere Klienten sind alle doppelt belastet durch die psychischen Erkrankungen und den Migrationshintergrund“, sagt die Leiterin des Dienstes, Wiltrud Wystrychowski. Ihre Zukunftsperspektiven seien eingeschränkt. Sie lebten häuft isoliert und verarmt. Aktionen wie der Freudenlauf brächten ihnen Abwechslung, Gemeinschaft und ein Stück Lebensfreude.

 

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