ADAC-Flüge ADAC-Präsident: Im Rettungshubschrauber zum Termin

Dem ADAC droht neuer Ärger: Präsident Peter Meyer hat Rettungshubschrauber für Dienstreisen genutzt 

 

München Der Präsident des Automobilclubs ADAC, Peter Meyer, hat nach Informationen des „Stern“ Hubschrauber der ADAC-Luftrettung genutzt, um zwischen Veranstaltungen hin und her zu reisen.

„Laut ADAC-Statuten darf das Präsidium in begründeten Ausnahmefällen Reservemaschinen der Luftrettung nutzen“, bestätigte ein ADAC-Sprecher am Freitag und betonte, es werde alles in Rechnung gestellt. Dem Magazin „Stern“ sagte ein Sprecher des Clubs, das sei bei Präsidiumsmitgliedern in den vergangenen zehn Jahren „weniger als 30 Mal“ vorgekommen. Nach Angaben auf der ADAC-Homepage verfügt die ADAC-Luftrettung GmbH über rund 50 Hubschrauber an 35 Luftrettungsstationen. Eigentlich sollten die Hubschrauber im Einsatz sein, um Leben zu retten.

Für die Dienstflüge dürfte Meyer wenig Verständnis ernten: Nach „Stern“-Angaben werden die Hubschrauber aus Bundesmitteln, Krankenkassenbeiträgen, von den ADAC-Mitgliedern und durch Spenden finanziert. Der Verband der Ersatzkassen (VdEK) hatte bisher nach eigenen Angaben keinen Hinweis auf Flüge des Präsidiums mit Rettungshubschraubern, wie der „Stern“ berichtete.

Sollten die Flüge als allgemeine Kosten in die regelmäßigen Verhandlungen über Rettungskosten mit den Krankenkassen eingeflossen sein, wäre das "unstatthaft", teilte der Verband dem "Stern" mit.

Der Automobilclub steht seit Tagen in der Kritik, nachdem bekannt wurde, dass der inzwischen geschasste ADAC-Kommunikationschef Michael Ramstetter beim Preis „Lieblingsauto der Deutschen“ die Zahlen geschönt hatte. Die ADAC-Führung hatte betont, von den Vorgängen nichts gewusst zu haben.

 

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